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65870-01 - Proseminar: Buddhistischer Modernismus 3 KP

Semester Herbstsemester 2022
Angebotsmuster einmalig
Dozierende Almut-Barbara Renger (a.renger@unibas.ch, BeurteilerIn)
Inhalt In welchem Verhältnis stehen Buddhismus und Moderne? Inwiefern sind sie aufeinander bezogen? Seitdem ‚der Buddhismus‘ während der europäischen Kolonialherrschaft Bestandteil des modernen Religionsdiskurses geworden ist, haben sich im deutschen Sprachraum buddhistische Praxis- und Sozialformen gebildet, die aus der religionspluralen Landschaft des beginnenden 21. Jahrhunderts nicht mehr wegzudenken sind. Sie wurzeln in Dynamiken der Religionsgeschichte zwischen Asien, Europa und Nordamerika, in deren Rahmen es seit etwa 1870 zu Aktivitäten gelehrter Mönche und Reformer:innen kam, die als „buddhistischer Modernismus“ (Heinz Bechert) bezeichnet worden sind. Zu ihren Merkmalen zählt (1) die Betonung rationalistischer Elemente im Buddhismus und seiner Kompatibilität mit den modernen Wissenschaften. Weitere wichtige Merkmale sind (2) die Gründung buddhistischer Laienorganisationen, (3) soziales Engagement zwecks ‚verbessernder Umgestaltung‘ der Welt sowie (4), wofür die Forschung den Begriff „protestantischer Buddhismus“ geprägt hat, aktive Konfrontationen mit dem missionarischen Christentum bei dessen gleichzeitiger Aneignung ausgeprägter Text- und Ethikbezogenheit. Im Seminar befassen wir uns mit diesen vier Merkmalen der Begegnung von Buddhismus und Moderne auf Basis von Textlektüren, mittels Sichtung von Videomaterial und im Gespräch mit thematisch ausgewiesenen Expert:innen, die wir per Videokonferenz ins Seminar holen. Ein Besuch der Ausstellung „Erleuchtet“ im Museum der Kulturen oder alternativ einer buddhistischen Einrichtung in Basel rundet die Lehrveranstaltung ab.
Literatur Ein- und weiterführende Literatur:

Hellmuth Hecker (1996 und 1997): Lebensbilder deutscher Buddhisten. Ein bio-bibliographisches Handbuch. Band 1: Die Gründer. Band 2: Die Nachfolger. Zweite verbesserte Auflage, Stammbach: Verl. Beyerlein & Steinschulte; David L. McMahan (2008): The Making of Buddhist Modernism. Oxford; New York: Oxford University Press; Martin Baumann (2018): „Buddhismus im Westen. Geschichte und Analyse der Anpassung und Etablierung in Ländern außerhalb Asiens“, in: Buddhismus III. Ostasiatischer Buddhismus und Buddhismus im Westen, hg. von Manfred Hutter, Stuttgart: Kohlhammer, 379-462.

 

Unterrichtssprache Deutsch
Einsatz digitaler Medien kein spezifischer Einsatz

 

Intervall Wochentag Zeit Raum
14-täglich Donnerstag 12.15-16.00 Rosshofgasse (Schnitz), Sitzungszimmer S 183

Einzeltermine

Datum Zeit Raum
Donnerstag 22.09.2022 12.15-16.00 Uhr Rosshofgasse (Schnitz), Sitzungszimmer S 183
Donnerstag 06.10.2022 12.15-16.00 Uhr Rosshofgasse (Schnitz), Sitzungszimmer S 183
Donnerstag 20.10.2022 12.15-16.00 Uhr Rosshofgasse (Schnitz), Sitzungszimmer S 183
Donnerstag 03.11.2022 12.15-16.00 Uhr Rosshofgasse (Schnitz), Sitzungszimmer S 183
Donnerstag 17.11.2022 12.15-16.00 Uhr Rosshofgasse (Schnitz), Sitzungszimmer S 183
Donnerstag 01.12.2022 12.15-16.00 Uhr Rosshofgasse (Schnitz), Sitzungszimmer S 183
Donnerstag 15.12.2022 12.15-16.00 Uhr Rosshofgasse (Schnitz), Sitzungszimmer S 183
Module Modul: Antike / monotheistische / aussereuropäische Religionen (Bachelor Studienfach: Religionswissenschaft)
Modul: Aufbaustudium Religionskomparatistik und Religionstheorie (Bachelor Studienfach: Religionswissenschaft)
Modul: Erweiterung Religionswissenschaft (Bachelor Studienfach: Religionswissenschaft)
Modul: Grundstudium Religionswissenschaft und Religionstheorie (Bachelor Studienfach: Religionswissenschaft)
Leistungsüberprüfung Lehrveranst.-begleitend
An-/Abmeldung zur Leistungsüberprüfung Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich
Wiederholungsprüfung keine Wiederholungsprüfung
Skala Pass / Fail
Wiederholtes Belegen nicht wiederholbar
Zuständige Fakultät Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch
Anbietende Organisationseinheit Fachbereich Religionswissenschaft

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