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48901-01 - Seminar: Praktiken der Genauigkeit in den Geisteswissenschaften 3 KP

Semester Herbstsemester 2017
Angebotsmuster einmalig
Dozierende Markus Krajewski (markus.krajewski@unibas.ch, BeurteilerIn)
Inhalt Auf die Frage, worin eigentlich das ›Exakte‹ der Naturwissenschaften besteht, könnte ein Physiker oder Mathematiker mit großer Selbstverständlichkeit auf die ehernen Naturgesetze, die unzweifelhaften Wahrheitswerte seiner Formeln oder auf die – statistisch revidierten – ›genauen‹ Meßverfahren seiner Experimente verweisen. Ausgehend vom antiken griechischen Stilideal der ακρίβεια verfolgt das Seminar die Karriere eines Konzepts von Genauigkeit, das – vor dem Hintergrund des Siegeszugs in den Naturwissenschaften – im geisteswissenschaftlichen wie kulturellen Kontext eine spezifische Entwicklung nimmt. Einerseits führt sie im Historismus à la Leopold von Ranke zu der Auffassung, dass eine kritische Geschichtsschreibung allein unter dem Rückgriff auf exakt vergleichende Untersuchungen erfolgen kann. Andererseits wirkt dieses Konzept nicht nur auf die literarische Produktion (etwa bei Georg Büchner oder Robert Musils berühmtes Diktum von ›Genauigkeit und Seele‹), sondern – unter dem mächtigen Einfluß des Positivismus – ungleich stärker noch auf die Philologie des 19. Jahrhunderts ein, die infolgedessen darauf abzielt, ihre eigenen Verfahren den naturwissenschaftlichen Tendenzen anzunähern, um sie ihrerseits als ›hart‹ zu kennzeichnen. So läßt sich an Personen wie beispielsweise dem Altphilologen August Boeckh eine unmittelbarere und zugleich ausgewogenere Wechselwirkung zwischen den entlegenen Disziplinen zeigen, denen das Seminar anhand von weiteren Beispielszenarien, vorzugsweise im Kontext der Pedanterie, nachzugehen plant.
Lernziele Einblicke in die Geschichte des Denkens, der Gelehrsamkeit, der Wissenschaftsgeschichte und der abendländischen Kulturgeschichte.
Literatur Eine umfangreiche Lektüreliste wird zu Beginn des Seminars ausgehändigt.

 

Teilnahmebedingungen Für MA-Studierende.
Unterrichtssprache Deutsch
Einsatz digitaler Medien kein spezifischer Einsatz

 

Intervall wöchentlich
Datum 19.09.2017 – 19.12.2017
Zeit Dienstag, 16.15-18.00 Holbeinstrasse 12, Projektraum 1.OG
Datum Zeit Raum
Dienstag 19.09.2017 16.15-18.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Projektraum 1.OG
Dienstag 26.09.2017 16.15-18.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Projektraum 1.OG
Dienstag 03.10.2017 16.15-18.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Projektraum 1.OG
Dienstag 10.10.2017 16.15-18.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Projektraum 1.OG
Dienstag 17.10.2017 16.15-18.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Projektraum 1.OG
Dienstag 24.10.2017 16.15-18.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Projektraum 1.OG
Dienstag 31.10.2017 16.15-18.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Projektraum 1.OG
Dienstag 07.11.2017 16.15-18.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Projektraum 1.OG
Dienstag 14.11.2017 16.15-18.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Projektraum 1.OG
Dienstag 21.11.2017 16.15-18.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Projektraum 1.OG
Dienstag 28.11.2017 16.15-18.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Projektraum 1.OG
Dienstag 05.12.2017 16.15-18.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Projektraum 1.OG
Dienstag 12.12.2017 16.15-18.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Projektraum 1.OG
Dienstag 19.12.2017 16.15-18.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Projektraum 1.OG
Module Doktorat Medienwissenschaft: Empfehlungen (Promotionsfach Medienwissenschaft)
Modul Forschungsorientiertes Studium (Master Studienfach Medienwissenschaft)
Modul Grundlagentheorien der Medienwissenschaft 3 (Master Studienfach Medienwissenschaft (Studienbeginn vor 01.08.2013))
Modul Grundlagentheorien der Medienwissenschaft MA (Master Studienfach Medienwissenschaft)
Leistungsüberprüfung Lehrveranst.-begleitend
Hinweise zur Leistungsüberprüfung Lehrveranstaltungsbegleitend.
An-/Abmeldung zur Leistungsüberprüfung Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich
Wiederholungsprüfung keine Wiederholungsprüfung
Skala Pass / Fail
Wiederholtes Belegen keine Wiederholung
Zuständige Fakultät Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch
Anbietende Organisationseinheit Fachbereich Medienwissenschaft

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