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49825-01 - Seminar: Nach dem Gesetz. Das Dogma der Revolution und der sowjetische Film (1917-1926) 3 KP

Semester Herbstsemester 2017
Angebotsmuster einmalig
Dozierende Fabian Steinhauer (fabian.steinhauer@unibas.ch, BeurteilerIn)
Inhalt Die Lehrveranstaltung beschäftigt sich mit dem Film „Nach dem Gesetz“ (Kollektiv Kuleshov) und seinem Kontext, also der Zeit zwischen der Oktoberrevolution von 1917 und dem Jahr 1926. Wir beschäftigen uns mit den Entstehungsbedingungen, der Rezeption des Films und dem Verhältnis zwischen Film und Recht.
1926 dreht das Kollektiv Kuleshov nach einem Drehbuch von Viktor Shklovskij und einer Kurzgeschichte von Jack London ("The Unexpected") den Film "Po Sakonu/ Dura lex/ Nach dem Gesetz". In ihm ist noch die Revolution dogmatisch. Anders als die marxistischen Autoren zeigt das Kollektiv ein Recht, dessen Ausgangspunkt nicht das Eigentum, sondern der Mord ist. Der Mord wiederholt das Gesetz - und er holt es wieder. Das Recht lässt sich nicht vom Eigentum und nicht vom Eigenen, sondern von dem Riss und der Alterität her denken. Es besteht nicht in großer Gesellschaft, sondern in einer kleinen Dreieckskonstellation. Lässt es sich aneignen? Man wartet auf das Gesetz, aber es bleibt entfernt. Anders jedoch als in Kafkas Parabel "Vor dem Gesetz" behausen die Beteiligten immer schon seine Sphäre. Sie werden nicht, wie der Mann vom Lande, fern und draußen gehalten, sondern machen die Entfernung im Innersten des Gesetzes mit. So lässt es sich simulieren und es macht die Beteiligten dabei zu seinen Mimen.
Walter Benjamin, 1926 selbst in eine Dreieckskonstellation verstrickt, fährt nach Moskau, sieht den Film - und bleibt ratlos. Zeit, noch einmal einen Blick auf diesen herausragenden Beitrag zu Recht und Revolution zu werfen.
Lernziele Inhaltliches Lernziel ist der Bezug zwischen Oktoberrevolution, Film und Rechtsdiskurs. Methodisches Ziel ist die Befähigung, einen historisch und theoretisch informierten, veröffentlichungsreifen Essay zu schreiben.
Literatur Hinweise erfolgen in der Veranstaltung. In den Lehrmaterialien (ADAM) findet sich neben der Pflicht- und Vertiefungslektüre auch eine Liste mit der Auswahlbibliographie. In der Bibliothek findet sich ein Semesterapparat.

 

Teilnahmebedingungen Abgeschlossenes Grund-/Basisstudium GTM.
Beherrschung der russischen Sprache ist hilfreich, aber nicht Voraussetzung.
Anmeldung zur Lehrveranstaltung Ohne weitere Voraussetzung.
Unterrichtssprache Deutsch
Einsatz digitaler Medien kein spezifischer Einsatz

 

Intervall 14-täglich
Datum 25.09.2017 – 18.12.2017
Zeit Montag, 12.15-16.00 Holbeinstrasse 12, Seminarraum
Datum Zeit Raum
Montag 25.09.2017 12.15-16.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Seminarraum
Montag 09.10.2017 12.15-16.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Seminarraum
Montag 23.10.2017 12.15-16.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Seminarraum
Montag 06.11.2017 12.15-16.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Seminarraum
Montag 20.11.2017 12.15-16.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Seminarraum
Montag 04.12.2017 12.15-16.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Seminarraum
Montag 18.12.2017 12.15-16.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Seminarraum
Module Modul Aufbaustudium Grundlagentheorien der Medienwissenschaft (Bachelor Studienfach Medienwissenschaft)
Modul Forschungsorientiertes Studium (Master Studienfach Medienwissenschaft)
Modul Grundlagentheorien der Medienwissenschaft 3 (Master Studienfach Medienwissenschaft (Studienbeginn vor 01.08.2013))
Modul Grundlagentheorien der Medienwissenschaft MA (Master Studienfach Medienwissenschaft)
Modul Grundlagentheorien der Medienwissenschaften 2 (Bachelor Studienfach Medienwissenschaft (Studienbeginn vor 01.08.2012))
Leistungsüberprüfung Lehrveranst.-begleitend
An-/Abmeldung zur Leistungsüberprüfung Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich
Wiederholungsprüfung keine Wiederholungsprüfung
Skala Pass / Fail
Wiederholtes Belegen keine Wiederholung
Zuständige Fakultät Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch
Anbietende Organisationseinheit Fachbereich Medienwissenschaft

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