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65873-01 - Arbeitsgemeinschaft: Religion und Gender 2 KP

Semester Herbstsemester 2022
Angebotsmuster einmalig
Dozierende Jürgen Mohn (juergen.mohn@unibas.ch)
Lavinia Pflugfelder (l.pflugfelder@unibas.ch, BeurteilerIn)
Inhalt Religion und Gender: Gender als Werkzeug für die Religionswissenschaft

Was sind Nutzen und Anwendung der Kategorie Gender als analytisches Werkzeug für die Religionsforschung?

Wie können mit der Kategorie Gender unterschiedliche Seiten von Religion/en beleuchtet und untersucht werden?

Wie wird mit der Kategorie Gender umgegangen in der Analyse historischer Quellen? Welche Rolle spielt es für die Übersetzer?

Was ist das reflexive Potential für die Religionswissenschaft und welche Rolle spielt die Kategorie Gender in der Produktion von Wissen über Religion/en? Wer hat Deutungshoheiten in den Religionen und in der Wissenschaft?

Gender (oder Geschlecht) polarisiert immer wieder öffentliche wie wissenschaftliche Diskurse. Im Zentrum der Debatten steht oftmals die Frage was «Gender» ist und sein kann.
Wie Religion strukturiert Gender als soziokulturelles Konstrukt Lebensbereiche und Machtverhältnisse. Beide Begriffe sind keine statischen Phänomene, sondern in laufende Veränderungsprozesse eingebunden (Korte/van den Brandt 2021).
Je nach Perspektive auf Gender sind verschiedene Methoden und Zugänge erforderlich um die historisch-kulturellen Entwicklungen zu erfassen. Die Kategorie Gender wird bei Fragen nach religiöser Praxis, Symbolik, Ritualen, Gottesbildern oder auch Recht zum Untersuchungsobjekt.

Gender (wie auch Religion) als ein Forschungsgegenstand sollte unterschieden werden von Gender als einer analytische Kategorie (Scott 1986, Gross 2005).
Die Religionswissenschaft ist sich bereits gewohnt, ihre eigene Verwendung und Konstruktion des Begriffs Religion zu reflektieren. Vergleichbar muss der Begriff Gender in der Forschung bewusst eingesetzt werden (Gross 2005), auch um die Perspektiven der Religionswissenschaft zu reflektieren So hat die Religionswissenschaft in Begriffen wie Fruchtbarkeitsgott oder Initiationsriten selbst untersuchbare Instanzen von Gender produziert. Wiederum spiegelt sich die historische Dominanz einer mehrheitlich europäischen, androzentrischen Position der Forschenden in ihrer akademischen Wissensproduktion.

Ziel des Studientags ist, sich mit einem jeweils aktuellen religionswissenschaftlich relevanten Thema im Rahmen von Vorträgen, Workshops und einer gemeinsamen Abschlussdiskussion auseinander zu setzen. Der Studientag HS22 Religion und Gender soll den Teilnehmenden einerseits Gender als analytische Kategorie für die Religionswissenschaft vermitteln, andererseits die Rolle von Gender in der Wissenschaftsgeschichte als hinterfragbar bzw. analysierbar aufzeigen. Wir erhoffen uns, an diesem Studientag verschiedene Ebenen in den Beiträgen beleuchten zu können: interdisziplinäre Ansätze, aktuelle Anwendungen in der Forschung, Reflexionen zur eigenen Wissenschaftsgeschichte und auch Neubewertungen religionsgeschichtlicher Interpretationen.
Literatur Scott, Joan: Gender. Eine nützliche Kategorie der historischen Analyse, Übers. Mitchel, Robin, in: Kaiser, Nancy (Hg.): Selbst Bewusst. Frauen in den USA, Leipzig 1994, 27–76.

Gross, Rita M.: Methodology—Tool or Trap? Comments from a Feminist Perspective, in: Gothóni, René (Hg.): How to do Comparative Religion? Three Ways, Many Goals, DeGruyter 2005, 149–166.

Milam, Erika Lorraine und Nye, Robert A.: "An Introduction to Scientific Masculinities", Osiris 30/1 (2015), 1–14.

Koch, Anne: Epistomology, in: Anne Koch, Katharina Wilkens (Hg.), The Bloomsbury Handbook of the Cultural and Cognitive Aesthetics of Religion (HCCAR), London 2019, 23–32.

Korte, Anne-Marie/van den Brandt, Nella: "Looking Back and Moving Forward. The 10th Anniversary of Religion and Gender", Religion and Gender 11 (2021), 1–14.

 

Anmeldung zur Lehrveranstaltung Einschreiben erforderlich, definitive Anmeldung folgt
Unterrichtssprache Deutsch
Einsatz digitaler Medien kein spezifischer Einsatz

 

Intervall Block
Datum 28.10.2022 – 28.10.2022
Zeit Siehe Detailangaben

Findet in Castelen / Augst statt.

Datum Zeit Raum
Freitag 28.10.2022 08.30-17.00 Uhr - Siehe Bemerkung, --
Module Modul: Alternative Religionsgeschichte (Master Studienfach Religionswissenschaft)
Modul: Antike / monotheistische / aussereuropäische Religionen (Bachelor Studienfach Religionswissenschaft)
Modul: Erweiterung Religionswissenschaft (Bachelor Studienfach Religionswissenschaft)
Modul: Erweiterung Religionswissenschaft MA (Master Studienfach Religionswissenschaft)
Modul: Grundstudium Religionswissenschaft und Religionstheorie (Bachelor Studienfach Religionswissenschaft)
Modul: Religion, Narration und Medien (Master Studienfach Religionswissenschaft)
Modul: Religionskomparatistik (Master Studienfach Religionswissenschaft)
Modul: Religionstheorie und Religionsforschung (Master Studienfach Religionswissenschaft)
Modul: Religionswissenschaft 2 (RWTh 2) (Master Studienfach Theologie)
Modul: Religionswissenschaft 2 (RWTh 2) (Masterstudium: Theologie)
Wahlbereich Master Interreligious Studies: Empfehlungen (Masterstudium: Interreligious Studies)
Leistungsüberprüfung Lehrveranst.-begleitend
Hinweise zur Leistungsüberprüfung Essay
An-/Abmeldung zur Leistungsüberprüfung Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich
Wiederholungsprüfung keine Wiederholungsprüfung
Skala Pass / Fail
Wiederholtes Belegen nicht wiederholbar
Zuständige Fakultät Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch
Anbietende Organisationseinheit Fachbereich Religionswissenschaft

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