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55126-01 - Seminar: Der Kunsthistoriker Adolph Goldschmidt in Basel - ein Wissenschaftler im Exil (Vorbereitung für eine Ausstellung) 3 KP

Semester Herbstsemester 2019
Angebotsmuster einmalig
Dozierende Barbara Schellewald (barbara.schellewald@unibas.ch, BeurteilerIn)
Inhalt Adolph Goldschmidt (1863-1944) war einer der Mitbegründer einer universitären Kunstgeschichte des Mittelalters in Deutschland. Als engagierter und begeisternder akademischer Lehrer bildete er mehr als eine Generation von Mediävisten nicht nur in Deutschland aus. Prominente Wissenschaftler wie Kurt Weitzmann (Princeton) transferierten seine Kunstgeschichte in die USA. Während Goldschmidt an den Universitäten Halle und Berlin eine Professur innehatte, führten ihn mehrfach Einladungen an die renommierte Harvard-Universität. Die hohe Verehrung, die ihm dort zuteil wurde, hat auch mit die ursprüngliche Planung bestimmt, während des nationalsozialistischen Regimes endgültig in die USA auszuwandern. Die Schweiz sollte lediglich eine Zwischenstation darstellen. Nach der Auflösung seiner grossen Berliner Wohnung kam er schliesslich 1939 mit nur mehr oder minder kleinem Gepäck nach Basel. Die Basler Jahre waren nicht einfach, die Integration in die Basler Gesellschaft wie auch in die Wissenschaftslandschaft sollte dem schon lange emeritierten Wissenschaftler nicht ganz gelingen. 1944 verstarb er schliesslich, die Amerika-Pläne hatte er schon längst aufgeben müssen. Wie in seinem Testament verfügt, wurde sein Nachlass auf verschiedene Institutionen verteilt. Während die Bibliothek dem Kunstmuseum anvertraut wurde, kam der grösste Bestand von Briefen, Manuskripten, Vorlesungsaufzeichnungen und anderen Arbeitsmaterialien in die Basler Universitätsbibliothek. Der Nachlass ist in den letzten Jahren digitalisiert worden und steht nun in Gänze der Forschung zur Verfügung. Das Seminar wird eine Ausstellung in der UB vorbereiten, die auch unter der Leitlinie steht, die hinter der Auswahl seiner Güter für das Exil stehende Motivation zu ergründen. Weitere Kernfragen könnten sein: Wie sah Goldschmidt seine eigene wissenschaftliche Tätigkeit? Welche Briefe, Manuskripte stellten für ihn einen wertvollen Spiegel des eigenen, von Wissenschaft und Neugier geprägten Lebens dar? Wie verlagerten sich unter den Bedingungen des Exils seine eigenen wissenschaftlichen Interessen? In einem ersten Schritt wird es darum gehen, weitere Fragen zu konturieren, um damit treffende Kategorien für die Ausstellung zu formulieren. Geplant ist auch eine kleine Publikation.
Literatur Als einführende Lektüre empfehle ich:

- Adolph Goldschmidt, Lebenserinnerungen, hg. von Marie Roosen-Runge-Mollwo, Berlin 1989
- Kathryn Brush, The Shaping of Art History. Wilhelm Vöge, Adolph Goldschmidt, and the Study of Medieval Art, Cambridge 1996
- Adolph Goldschmidt (1863-1944). Normal Art History im 20. Jahrhundert, hg. von Gunnar Brands u. Heinrich Dilly, Weimar 2007
- Atlanten des Wissens. Adolph Goldschmidts Corpuswerke 1914 bis heute, hg. von Kai Kappel, Claudia Rückert u. Stefan Trinks, Berlin u.a. 2016

 

Unterrichtssprache Deutsch
Einsatz digitaler Medien Online-Angebot fakultativ

 

Intervall wöchentlich
Datum 16.09.2019 – 16.12.2019
Zeit Montag, 14.15-16.00 Kunstgeschichte, Seminarraum 1. Stock 131
Datum Zeit Raum
Montag 16.09.2019 14.15-16.00 Uhr Kunstgeschichte, Seminarraum 1. Stock 131
Montag 23.09.2019 14.15-16.00 Uhr Kunstgeschichte, Seminarraum 1. Stock 131
Montag 30.09.2019 14.15-16.00 Uhr Kunstgeschichte, Seminarraum 1. Stock 131
Montag 07.10.2019 14.15-16.00 Uhr Kunstgeschichte, Seminarraum 1. Stock 131
Montag 14.10.2019 14.15-16.00 Uhr Kunstgeschichte, Seminarraum 1. Stock 131
Montag 21.10.2019 14.15-16.00 Uhr Kunstgeschichte, Seminarraum 1. Stock 131
Montag 28.10.2019 14.15-16.00 Uhr Kunstgeschichte, Seminarraum 1. Stock 131
Montag 04.11.2019 14.15-16.00 Uhr Kunstgeschichte, Seminarraum 1. Stock 131
Montag 11.11.2019 14.15-16.00 Uhr Kunstgeschichte, Seminarraum 1. Stock 131
Montag 18.11.2019 14.15-16.00 Uhr Kunstgeschichte, Seminarraum 1. Stock 131
Montag 25.11.2019 14.15-16.00 Uhr Kunstgeschichte, Seminarraum 1. Stock 131
Montag 02.12.2019 14.15-16.00 Uhr Kunstgeschichte, Seminarraum 1. Stock 131
Montag 09.12.2019 14.15-16.00 Uhr Kunstgeschichte, Seminarraum 1. Stock 131
Montag 16.12.2019 14.15-16.00 Uhr Kunstgeschichte, Seminarraum 1. Stock 131
Module Modul: Kunsthistorische Projektarbeit (Master Studiengang Kunstgeschichte und Bildtheorie)
Modul: Mittelalter (Bachelor Studienfach Kunstgeschichte)
Modul: Praxis und Forschung (Master Studienfach Kunstgeschichte)
Modul: Profil: Mittelalter und Mittelalterrezeption (Master Studiengang Kunstgeschichte und Bildtheorie)
Modul: Werk und Kontext (Master Studienfach Kunstgeschichte)
Modul: Werk und Kontext (Master Studiengang Kunstgeschichte und Bildtheorie)
Leistungsüberprüfung Lehrveranst.-begleitend
Hinweise zur Leistungsüberprüfung Die Leistungsüberprüfung findet in Form von Referaten oder Essays oder Übungsaufgaben statt.
An-/Abmeldung zur Leistungsüberprüfung Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich
Wiederholungsprüfung keine Wiederholungsprüfung
Skala Pass / Fail
Wiederholtes Belegen nicht wiederholbar
Zuständige Fakultät Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch
Anbietende Organisationseinheit Fachbereich Kunstgeschichte

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