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57250-01 - Übung: Virtuose Exzentrik, jüdischer Mystizismus und tote Papageien: Charles Valentin Alkan (1813-1888) 3 KP

Semester Frühjahrsemester 2020
Angebotsmuster einmalig
Dozierende Jaronas Scheurer (j.scheurer@unibas.ch)
Matthias Schmidt (matthias.schmidt@unibas.ch, BeurteilerIn)
Inhalt Als „Hector Berlioz des Klaviers“ wurde der französisch-jüdische Komponist und Klaviervirtuose Charles Valentin Alkan bezeichnet. Sowohl Franz Liszt als auch Robert Schumann schätzten Alkans pianistische Kunst, und gerade in seinen jungen Jahren war Alkan eng mit Frédéric Chopin befreundet und auch Teil des Freundeskreises von George Sand. Er gehörte also durchaus der künstlerischen Avantgarde Paris’ an, zog sich aber bald vom öffentlichen Kunstbetrieb zurück. Fortan war er vor allem ein Beobachter, ja eine Art exzentrischer Einsiedler im politisch autoritären, wirtschaftlich aufstrebenden Second Empire. Vor diesem Hintergrund lässt sich in Alkans Werk Einiges entdecken: ein skurriler Begräbnismarsch für einen toten Papageien, gewaltige Klavieretüden, die nicht nur die Grenzen der Gattung und des spieltechnisch Machbaren, sondern auch die des Instruments selbst aus- bzw. überreizen; Kompositionen, in denen sich Alkan mit seinen Wurzeln (und wohl auch seiner Ausgrenzung) als Jude beschäftigt; Werke, die die ungehemmte Technik- und Maschineneuphorie seiner Epoche beleuchten; oder eine der gründlichsten kompositorischen Auseinandersetzung mit dem damals neuartigen und heute fast vergessenen Pedalklavier. Im Seminar werden wir all diese Aspekte untersuchen und diskutieren, um dem Phänomen Alkan ein wenig auf die Schliche zu kommen. Wieso ist er heute fast vergessen, obwohl er von zahlreichen Musikern hochgeschätzt wurde? Was steckt hinter Alkans bewusster Hinwendung zum jüdischen Glauben? Und um welchen Papageien trauerte Alkan?

 

Unterrichtssprache Deutsch
Einsatz digitaler Medien kein spezifischer Einsatz
HörerInnen willkommen

 

Intervall wöchentlich
Datum 18.02.2020 – 26.05.2020
Zeit Dienstag, 14.00-16.00 Musikwissenschaft, Vortragssaal
Datum Zeit Raum
Dienstag 18.02.2020 14.00-16.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Dienstag 25.02.2020 14.00-16.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Dienstag 03.03.2020 14.00-16.00 Uhr Fasnachtsferien
Dienstag 10.03.2020 14.00-16.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Dienstag 17.03.2020 14.00-16.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Dienstag 24.03.2020 14.00-16.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Dienstag 31.03.2020 14.00-16.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Dienstag 07.04.2020 14.00-16.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Dienstag 14.04.2020 14.00-16.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Dienstag 21.04.2020 14.00-16.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Dienstag 28.04.2020 14.00-16.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Dienstag 05.05.2020 14.00-16.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Dienstag 12.05.2020 14.00-16.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Dienstag 19.05.2020 14.00-16.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Dienstag 26.05.2020 14.00-16.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Module Modul: Ästhetik der Musik (Bachelor Studienfach Musikwissenschaft)
Modul: Neuere Musikgeschichte MA (Master Studienfach Musikwissenschaft)
Modul: Vertiefung: Musikgeschichte / Ästhetik / Populäre Musikformen (Master Studienfach Musikwissenschaft)
Wahlbereich Bachelor Musikwissenschaft: Empfehlungen (Bachelor Studienfach Musikwissenschaft)
Leistungsüberprüfung Lehrveranst.-begleitend
An-/Abmeldung zur Leistungsüberprüfung Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich
Wiederholungsprüfung keine Wiederholungsprüfung
Skala Pass / Fail
Wiederholtes Belegen nicht wiederholbar
Zuständige Fakultät Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch
Anbietende Organisationseinheit Fachbereich Musikwissenschaft

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