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62198-01 - Kolloquium: Altes Testament und Semitische Sprachwissenschaft 1 KP

Semester Herbstsemester 2021
Angebotsmuster einmalig
Dozierende Sonja Ammann (sonja.ammann@unibas.ch)
Nesina Grütter (nesina.gruetter@unibas.ch)
Hanna Jenni (hanna.jenni@unibas.ch, BeurteilerIn)
Inhalt Präsentation und Diskussion von Forschung im Bereich von Altem Testament und Semitischer Sprachwissenschaft und benachbarten Gebieten.
Programm:

Mi, 29.09.2021, 18:15
Anmeldung bis Di, 21.09. erforderlich: at-theol@unibas.ch
Prof. Dr. Angelika Berlejung (Universitäten Leipzig, Stellenbosch und Bar-Ilan/Tel Aviv)
Amulett oder Weihegabe? Zur Verbindung von Form und Inschrift bei einigen „Amuletten“ des 1. Jahrtausends v. Chr.
Amulette und Votive gelten als Fundgruppen, die eindeutig der privaten Religiosität zugeordnet werden können. Sie sehen gemeinhin verschieden aus, haben unterschiedliche Funktionen, Fundkontexte und Inschriften, sodass sie u.a. in Grabungsberichten in unterschiedliche Genres eingeteilt werden. Der Vortrag stellt einige beschriftete Objekte vor, die zwischen Amulett und Weihegabe oszillieren, diskutiert, ob es sich um Amulette mit Weihinschriften oder Weihinschriften in Amulettform handelt und welche Absicht und Funktion hinter dieser ungewöhnlichen Kombination stehen könnte.

Do, 28.10.2021, 18:15
Dr. Shani Tzoref (Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg)
Qumran Pesher in its Hellenistic Context: Revelation, Textuality, and Politics
Biblical scholars and historians of Jewish antiquity are accustomed to asking both how ancient exegetes read canonical works and how ancient authors wrote their compositions. The disciplines are not always sufficiently inclined to treat these questions as inter-related. Dr. Shani Tzoref first became interested in the nexus between reading and writing while writing her doctoral dissertation on Pesher Nahum. This ancient text found in Qumran constitutes an early form of commentary on the prophetic book of Nahum. As Shani Tzoref considered the citations of the biblical texts (the lemmas), and the historical analogs with which they were associated in the text (the pesher interpretations), she came to realize that more interesting than one or the other was the relationship between the two. Thus, “lemma-pesher correspondence” became the focus and frame of her study “The Pesher Nahum scroll from Qumran” (Brill, 2004).
Advances in material philology and digital Qumran studies, and simply our own experiences as readers and authors on the internet, can facilitate a richer understanding of the nature and significance of lemma-pesher correspondence. In her lecture, Dr. Shani Tzoref will thus revisit this matter, by correlating findings of recent scholarship to examine Qumran pesher as Hellenistic-Jewish textualized revelation.
This evaluation of Qumran pesher in its Hellenistic context brings together three different lines of investigation in recent scholarship: Alex Jassen’s work on pesher and prophecy; Bärry Hartog’s explorations of the textuality of pesher; and Nadav Sharon’s analyses of the historical milieu of the pesharim. In consolidating these different studies, Dr. Tzoref advocates for a methodological lens that she terms “compositional hermeneutics".

Mi, 17.11.2021, 18:15
PD Dr. Benjamin Ziemer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
Das Lager Judas in Numeri 2 und die Zahl der Buchstaben in der Tora
Im babylonischen Talmud heißt es in einem Wortspiel (bQid 30a): „Die ersten Schriftgelehrten hießen ‚Soferim‘ (d.h. ‚Schreiber‘ oder ‚Zählende‘), weil sie die Buchstaben der Tora zählten.“ Bekanntlich gibt es jedoch mehrere überlieferte Versionen der Tora, die zwar viele Zahlen und Zählungen gemeinsam haben, sich aber in Umfang und Inhalt deutlich unterscheiden. Zwei sich daraus ergebende Fragen, deren einzige Gemeinsamkeit darin zu bestehen scheint, dass sie als unlösbar gelten, sollen Gegenstand des Vortrags sein: a) Gab es so etwas wie ein „Urexemplar“ der Tora, und, falls ja, wie sicher ist es rekonstruierbar? b) Wozu dienten die, in allen Textversionen übereinstimmenden, merkwürdigen Zahlen im Numeribuch, etwa die scheinbar überflüssige Wiederholung der Zahl der Israeliten in Num 2, angeführt von den 74600 Gezählten im Stamm Juda? Für beide Fragen soll, unter Anknüpfung an die genannte Tradition aus dem babylonischen Talmud, eine überraschende Lösung präsentiert werden.

Mi, 15.12.2021, 18:15
Dr. des. Brinthanan Puvaneswaran (Humboldt-Universität zu Berlin)
„Hast du etwa Erde genommen und aus Lehm ein Lebewesen geformt und es als ein Sprechendes auf die Erde gestellt?“ (HiLXX 38:14) – Sprachreflexion im Alten Testament
Teil der mannigfaltigen Rezeptions- und Wirkungsgeschichte alttestamentlicher Texte ist die Vorstellung von der Einzigartigkeit der Hebräischen Sprache. Eine offensichtliche Rückbindung an Passagen aus der Hebräischen Bibel, die die Genese dieser Idee erklären, ist nicht möglich. Indizien, die Zugänge zur Sprachreflexion des Alten Testaments und seiner frühesten Rezeption ermöglichen, sind sehr vielfältig und ungleichmäßig innerhalb des Korpus verteilt. Im Rahmen dieses Vortrages soll auf diesen Befund eingegangen und ein Vorschlag zur Systematisierung alttestamentlicher Aussagen über Sprache diskutiert werden.
Lernziele Vertiefung alttestamentlich-semitistischer Kompetenzen sowie interdisziplinärer Zugang zur Umwelt des Alten Testaments.

 

Unterrichtssprache Deutsch
Einsatz digitaler Medien kein spezifischer Einsatz
HörerInnen willkommen

 

Intervall unregelmässig
Datum 29.09.2021 – 15.12.2021
Zeit Siehe Detailangaben
Datum Zeit Raum
Mittwoch 29.09.2021 18.15-19.45 Uhr - Siehe Bemerkung, Findet im Hotel Odelya (Missionsstrasse 21) statt
Donnerstag 28.10.2021 18.15-20.00 Uhr Theologie, Grosser Seminarraum 002
Mittwoch 03.11.2021 18.15-20.00 Uhr --, --
Mittwoch 10.11.2021 18.15-20.00 Uhr --, --
Mittwoch 17.11.2021 18.15-20.00 Uhr Theologie, Grosser Seminarraum 002
Mittwoch 24.11.2021 18.15-20.00 Uhr --, --
Mittwoch 01.12.2021 18.15-20.00 Uhr --, --
Mittwoch 08.12.2021 18.15-20.00 Uhr --, --
Mittwoch 15.12.2021 18.15-20.00 Uhr Theologie, Grosser Seminarraum 002
Module Doktoratsstudium Theologie: Empfehlungen (Doktoratsstudium - Theologische Fakultät)
Interner Wahlbereich Theologie: Empfehlungen (Bachelorstudium: Theologie)
Interner Wahlbereich Theologie: Empfehlungen (Masterstudium: Theologie (Studienbeginn vor 01.08.2018))
Interner Wahlbereich Theologie: Empfehlungen (Masterstudium: Theologie)
Modul: Semitische Philologie (SPh) (Masterstudium: Theologie (Studienbeginn vor 01.08.2018))
Modul: Semitische Philologie (SPh) (Masterstudium: Theologie)
Wahlbereich Bachelor Theologie: Empfehlungen (Bachelor Studienfach Theologie)
Wahlbereich Master Theologie: Empfehlungen (Master Studienfach Theologie)
Leistungsüberprüfung Leistungsnachweis
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Wiederholtes Belegen nicht wiederholbar
Zuständige Fakultät Theologische Fakultät, studiendekanat-theol@unibas.ch
Anbietende Organisationseinheit Fachbereich Theologie

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