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62324-01 - Übung: Jüdische Moderne in Wien 3 KP

Semester Herbstsemester 2021
Angebotsmuster einmalig
Dozierende Jaronas Scheurer (j.scheurer@unibas.ch)
Matthias Schmidt (matthias.schmidt@unibas.ch, BeurteilerIn)
Inhalt Wien war in der Zeit um 1900 eines der wichtigsten kulturellen Zentren Europas: Künstlerinnen und Künstler wie Gustav Mahler, Berta Zuckerkandl, Gustav Klimt, Egon Schiele, Broncia Koller-Pinell, Karl Kraus, Arthur Schnitzler, Johannes Brahms, Marie von Ebner-Eschenbach, Arnold Schönberg oder Adolf Loos waren hier aktiv und prägten das kulturelle Leben der Stadt. Überdurchschnittlich viele dieser kreativen Visionäre wiesen einen jüdischen Hintergrund auf. Gleichzeitig war Wien als Hauptstadt der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie ein demographischer Schmelztiegel. Der wachsende Zuzug von Migranten aus allen Teilen der Monarchie offenbarte dabei zahlreiche Konfliktlinien: Diese zeigten sich zwischen den aus den östlichen Kronländern zugewanderten und den schon länger assimilierten Jüdinnen und Juden genauso wie zwischen diesen und judenfeindlichen Anhängern des Deutschnationalismus. Die Übung bietet einen Einblick in die politisch explosive und zugleich unvergleichlich schöpferische Wiener Moderne, in der jüdische Kultur eine zentrale Rolle einnahm: von der florierenden Operette über die musikalische Avantgarde der "Wiener Schule" bis zu Presse und Wissenschaft (zwischen Eduard Hanslick, Julius Korngold und Guido Adler). Der Blick reicht dabei bis ins Jahr 1938, wo mit der Vertreibung des Geistes als Folge der NS-Herrschaft ein bedeutender Teil der Kulturszene ausgelöscht wurde. Die Übung ist verbunden mit einer Exkursion, die uns in der vorletzten Oktoberwoche zu zahlreichen Schauplätzen Wiener jüdischen Lebens führen wird.
Literatur Zur Einführung: Leon Botstein, Judentum und Modernität: Essays zur Rolle der Juden in der deutschen und österreichischen Kultur 1848-1938, Wien: Böhlau 1991
Bemerkungen Zur Übung wird in der vorletzten Oktoberwoche eine mehrtägige Exkursion nach Wien durchgeführt.

 

Unterrichtssprache Deutsch
Einsatz digitaler Medien kein spezifischer Einsatz
HörerInnen willkommen

 

Intervall wöchentlich
Datum 22.09.2021 – 22.12.2021
Zeit Mittwoch, 10.15-12.00 Musikwissenschaft, Vortragssaal
Datum Zeit Raum
Mittwoch 22.09.2021 10.15-12.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Mittwoch 29.09.2021 10.15-12.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Mittwoch 06.10.2021 10.15-12.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Mittwoch 13.10.2021 10.15-12.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Mittwoch 20.10.2021 10.15-12.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Mittwoch 27.10.2021 10.15-12.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Mittwoch 03.11.2021 10.15-12.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Mittwoch 10.11.2021 10.15-12.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Mittwoch 17.11.2021 10.15-12.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Mittwoch 24.11.2021 10.15-12.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Mittwoch 01.12.2021 10.15-12.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Mittwoch 08.12.2021 10.15-12.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Mittwoch 15.12.2021 10.15-12.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Mittwoch 22.12.2021 10.15-12.00 Uhr Musikwissenschaft, Vortragssaal
Module Modul: Individuelle wissenschaftliche Vertiefung und musikwissenschaftliche Berufspraxis (Master Studienfach Musikwissenschaft)
Modul: Musikwissenschaftliche Analyse, Notation und Lektüre (Bachelor Studienfach Musikwissenschaft)
Wahlbereich Bachelor Musikwissenschaft: Empfehlungen (Bachelor Studienfach Musikwissenschaft)
Leistungsüberprüfung Lehrveranst.-begleitend
An-/Abmeldung zur Leistungsüberprüfung Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich
Wiederholungsprüfung keine Wiederholungsprüfung
Skala Pass / Fail
Wiederholtes Belegen nicht wiederholbar
Zuständige Fakultät Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch
Anbietende Organisationseinheit Fachbereich Musikwissenschaft

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