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64065-01 - Vorlesung: Antikriegsprotest, Machtkritik, feministisches Manifest - literarische Bearbeitungen der Bibel in der modernen jüdischen Literatur 2 KP

Semester Frühjahrsemester 2022
Angebotsmuster einmalig
Dozierende Alfred Bodenheimer (alfred.bodenheimer@unibas.ch, BeurteilerIn)
Inhalt Die Hebräische Bibel war für die meist säkular sozialisierten jüdischen Autorinnen und Autoren des 20. Jahrhunderts vieles zugleich: Sie war Teilhabe an der sie umgebenden christliche Mehrheitskultur, mit der sie zumindest diesen Teil des biblischen Kanons teilte. Sie war kulturell überliefertes Gut, das zwei Idenitätsstränge verband, nämlich den jüdischen im inhaltlichen und den sprachlich mit der Mehrheitsgesellschaft meist geteilten der kanonischen Übersetzung - im deutschen Sprachraum meist derjenigen Martin Luthers. Schliesslich war aber der Rückgriff auf die Bibel auch Manifestation des eigenen Judentums, das sich meist fern der vom Talmud gespeisten rabbinischen Lehre definierte. Dass jüdische Autorinnen und Autoren auf die Bibel als Referenzwerk für literarische Werke zurückgriffen, verband sie ebenfalls mit nichtjüdischen Kolleginnen und Kollegen - man denke nur an Thomas Manns Joseph-Trilogie und seine Moses-Erzählung. Aber es scheint, dass Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft in besonders hohem Masse auf eine Aktualisierung der biblischen Stoffe hin arbeiteten. Anhand von Werken, die einen großen Teil des 20. Jahrhunderts umspannen (u.a. von Stefan Zweig, Stefan Heym und Grete Weil) soll analysiert werden, wie jeweils hochbrisante Gegenwartsstoffe wie die Opposition gegen den Ersten Weltkrieg, ein Problematisieren autoritärer Herrschaft oder der Kampf von Frauen um die Anerkennung ihrer Selbstbestimmung und ihrer Narrative jüdische Auseinandersetzungen mit der Bibel prägen konnten.
Literatur Die Literatur wird im Kurs angegeben und wird über ADAM zugänglich sein.

 

Unterrichtssprache Deutsch
Einsatz digitaler Medien kein spezifischer Einsatz
HörerInnen willkommen

 

Intervall wöchentlich
Datum 24.02.2022 – 02.06.2022
Zeit Donnerstag, 08.15-10.00 Kollegienhaus, Hörsaal 119
Datum Zeit Raum
Donnerstag 24.02.2022 08.15-10.00 Uhr Kollegienhaus, Hörsaal 119
Donnerstag 03.03.2022 08.15-10.00 Uhr Kollegienhaus, Hörsaal 119
Donnerstag 10.03.2022 08.15-10.00 Uhr Fasnachtsferien
Donnerstag 17.03.2022 08.15-10.00 Uhr Kollegienhaus, Hörsaal 119
Donnerstag 24.03.2022 08.15-10.00 Uhr Kollegienhaus, Hörsaal 119
Donnerstag 31.03.2022 08.15-10.00 Uhr Kollegienhaus, Hörsaal 119
Donnerstag 07.04.2022 08.15-10.00 Uhr Kollegienhaus, Hörsaal 119
Donnerstag 14.04.2022 08.15-10.00 Uhr Ostern
Donnerstag 21.04.2022 08.15-10.00 Uhr Kollegienhaus, Hörsaal 119
Donnerstag 28.04.2022 08.15-10.00 Uhr Kollegienhaus, Hörsaal 119
Donnerstag 05.05.2022 08.15-10.00 Uhr Kollegienhaus, Hörsaal 119
Donnerstag 12.05.2022 08.15-10.00 Uhr Kollegienhaus, Hörsaal 119
Donnerstag 19.05.2022 08.15-10.00 Uhr Kollegienhaus, Hörsaal 119
Donnerstag 26.05.2022 08.15-10.00 Uhr Auffahrt
Donnerstag 02.06.2022 08.15-10.00 Uhr Kollegienhaus, Hörsaal 119
Module Modul: Antike / monotheistische / aussereuropäische Religionen (Bachelor Studienfach Religionswissenschaft)
Modul: Grundlegende Texte: Exegetische und hermeneutische Perspektiven (Masterstudium: Interreligious Studies)
Modul: Jüdische Studien 1 (JSTh 1) (Bachelor Studienfach Theologie)
Modul: Jüdische Studien 1 (JSTh 1) (Bachelorstudium: Theologie)
Modul: Jüdische Studien 2 (JSTh 2) (Master Studienfach Theologie)
Modul: Jüdische Studien 2 (JSTh 2) (Masterstudium: Theologie (Studienbeginn vor 01.08.2018))
Modul: Jüdische Studien 2 (JSTh 2) (Masterstudium: Theologie)
Modul: Literaturgeschichte (Master Studiengang Literaturwissenschaft)
Modul: Literaturtheorie (Master Studiengang Literaturwissenschaft)
Modul: Theologie im interdisziplinären Kontext (Masterstudium: Theologie)
Modul: Transfer: Europa interdisziplinär (Master Studiengang Europäische Geschichte in globaler Perspektive )
Modul: Vertiefung Literatur und Religion (Bachelor Studienfach Jüdische Studien)
Wahlbereich Bachelor Jüdische Studien: Empfehlungen (Bachelor Studienfach Jüdische Studien)
Leistungsüberprüfung Leistungsnachweis
Hinweise zur Leistungsüberprüfung Mündliche Prüfung von 15 Minuten Dauer oder durch einen im Laufe der Vorlesungszeit zu verfassenden Essay. Die Dozierenden geben die Art des Leistungsnachweises zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt.
An-/Abmeldung zur Leistungsüberprüfung Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich
Wiederholungsprüfung eine Wiederholung, Wiederholung zählt
Skala Pass / Fail
Wiederholtes Belegen nicht wiederholbar
Zuständige Fakultät Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch
Anbietende Organisationseinheit Fachbereich Jüdische Studien

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