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64284-01 - Proseminar: Geschlecht, Postkolonialismus und Dekolonialität 3 KP

Semester Frühjahrsemester 2022
Angebotsmuster einmalig
Dozierende Tina Bopp (tina.bopp@unibas.ch, BeurteilerIn)
Inhalt Geschlechter- und postkoloniale Theorien sowie dekoloniale Perspektiven sind Ergebnisse politischer Emanzipationsgeschichten. Während Geschlechtertheorien aus den sozialen Bewegungen in der zweiten mehrheitlich weissen Frauenbewegungen in der nördlichen Hemisphäre hervorgegangen sind, hat sich post- und dekoloniales Denken aus den antikolonialen Befreiungsbewegungen der südlichen Hemisphäre entwickelt. Macht- und Herrschaftskritik sowie die Suche nach neuen Epistemologien aus Sicht der Marginalisierten und Ausgebeuteten ist genuiner Ausgangspunkt all dieser Ansätze. Hierarchien und die herrschenden Verhältnisse werden dabei nicht als naturgegeben, sondern für im Herrschaftsinteresse naturalisierte Phänomene verstanden. Trotz der strukturellen Gemeinsamkeiten sind die Paradigmen dieser Theorien nicht selbstverständlich miteinander verbunden.

Seitens post- und dekolonialer Perspektive wird kritisiert, dass die mehrheitlich aus der weissen Mittelklasse stammenden theoretischen Erb:innen des politischen Feminismus in Vergangenheit von falschen Universalismen geprägt waren und der eigene Rassismus sowie die Klassenposition kaum problematisiert worden ist. An den Theorien der Befreiungsbewegungen gegen die Kolonialmächte wird wiederum kritisiert, dass diese das revolutionäre Subjekt implizit als das männliche Subjekt vorausgesetzt haben. Unter Einbezug des transnationalen und dekolonialen Feminismus sowie der Queer of Diaspora Kritik und den Queer Disability Studies greift diese Veranstaltung jene Diskussionen auf, die Geschlechterverhältnisse und Postkolonialismus/Dekolonialität explizit zusammendenken.

Daher werden in diesem einführenden Proseminar zentrale Themen und Fragen der feministischen, postkolonialen und dekolonialen Theorien und Politik diskutiert, darunter die folgenden: Welches Verhältnis besteht zwischen postkolonialen und dekolonialen Theorien und Praxis? Welche Beziehung besteht zwischen Kolonialismus und Kolonialität und rassistischen, vergeschlechtlichten und sexualisierten Hierarchien? Wie stellen antikoloniale Kämpfe diese Hierarchien in Vergangenheit und Gegenwart in Frage? Was sind dekoloniale feministische Ansätze zur Methodologie und Erkenntnistheorie? Welche alternativen Modelle von Zusammenleben und gesellschaftlicher Organisierung haben sich in antikolonialen Kämpfen herausgebildet? Die einführende Veranstaltung streift Themen wie die Dezentrierung bisheriger Weltbetrachtungen, Kolonialität der Geschlechterverhältnisse und zeigt die Konstruktion kolonialer Männlichkeiten auf. Die Ansätze werden in revolutionstheoretisches Denken im Kontext antikolonialer Kämpfe eingebettet.
Lernziele - Teilnehmer:innen erhalten Einblicke in unterschiedliche Diskussionsstränge die Geschlechterverhältnisse und (Post)Kolonialismus/Dekolonialität zusammendenken.
- Vermittlung von Techniken wissenschaftlichen Arbeitens (Text- und Analysekompetenz, Begriffsarbeit)
Literatur Die Literatur wird zu Beginn der Lehrveranstaltung und unter Einbezug der Wünsche der Studierenden bekannt gegeben.
Bemerkungen Fragen und Wünsche bitte nicht via E-Mail sondern vor oder nach dem Proseminar an Dozierende richten.

 

Unterrichtssprache Deutsch
Einsatz digitaler Medien kein spezifischer Einsatz

 

Intervall wöchentlich
Datum 21.02.2022 – 30.05.2022
Zeit Montag, 12.15-14.00 Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Datum Zeit Raum
Montag 21.02.2022 12.15-14.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Montag 28.02.2022 12.15-14.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Montag 07.03.2022 12.15-14.00 Uhr Fasnachtsferien
Montag 14.03.2022 12.15-14.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Montag 21.03.2022 12.15-14.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Montag 28.03.2022 12.15-14.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Montag 04.04.2022 12.15-14.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Montag 11.04.2022 12.15-14.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Montag 18.04.2022 12.15-14.00 Uhr Ostern
Montag 25.04.2022 12.15-14.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Montag 02.05.2022 12.15-14.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Montag 09.05.2022 12.15-14.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Montag 16.05.2022 12.15-14.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Montag 23.05.2022 12.15-14.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Montag 30.05.2022 12.15-14.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Module Basismodul (Transfakultäre Querschnittsprogramme im freien Kreditpunkte-Bereich)
Modul: Einführung in Theorien der Geschlechterforschung (Bachelor Studienfach Geschlechterforschung)
Modul: Gesellschaft in Osteuropa (Bachelor Studiengang Osteuropa-Studien)
Modul: Gesellschaft in Osteuropa (Bachelor Studienfach Osteuropäische Kulturen)
Modul: Sachthemen der Ethnologie (Bachelor Studienfach Ethnologie)
Leistungsüberprüfung Lehrveranst.-begleitend
Hinweise zur Leistungsüberprüfung - aktive Teilnahme
- Textlektüre
An-/Abmeldung zur Leistungsüberprüfung Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich
Wiederholungsprüfung keine Wiederholungsprüfung
Skala Pass / Fail
Wiederholtes Belegen nicht wiederholbar
Zuständige Fakultät Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch
Anbietende Organisationseinheit Fachbereich Gender Studies

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