Zur Merkliste hinzufügen
Zurück

 

65674-01 - Seminar: Seelenräume. Theologische Hermeneutik und Psychoanalyse. Hartmut Raguse wieder gelesen 3 KP

Semester Herbstsemester 2022
Angebotsmuster einmalig
Dozierende Andrea Bieler (andrea.bieler@unibas.ch, BeurteilerIn)
Regine Munz (regine.munz@unibas.ch)
Inhalt Nach Jahrzehnten der Dominanz religionskritischer und religionsdistanzierter Ansätze wird in der psychotherapeutischen Diskussion erneut die Auseinandersetzung mit Religion und Glauben gesucht. Während Sigmund Freud in „Die Zukunft einer Illusion“ die Religion als eine Illusion und als Ausdruck eines infantilen Weltverständnisses kritisierte, das den irrationalen Trost der aufgeklärten Selbsterkenntnis vorziehe, ging er trotz des religionskritischen Impetus von einer Zukunft dieser Illusion aus.
Religion kann als kulturelle Leistung im „Übergangsraum“, wie ihn Winnicott als dritten Bezirk neben Realität und Phantasie bestimmt, verstanden werden. Hartmut Raguse ist ein Grenzgänger zwischen Theologie und Psychoanalyse bzw. Psychoanalytischer Therapie, der die Grenzen zwischen beiden Disziplinen kennt und zu wahren weiss. Das heisst, dass die Zielsetzungen von Theologie und Psychoanalyse in verschiedenen Sprachspielen beheimatet sind. Hartmut Raguse bezieht Psychoanalyse und Theologie in einer Weise aufeinander, durch die lebensfeindliche Tendenzen in der Religion geheilt werden können und die zu sehen ermöglicht, dass sich Religion und Analyse nicht unversöhnlich entgegenstehen müssen. Somit wird denkbar, dass gereifter Glaube Menschen durchaus zu ermöglichen vermag, wofür andere eine Analyse benötigen. Der Umgang mit Trennung, die Anerkennung der Realität des (eigenen) Todes und die Fähigkeit, die Generationenfolge zu respektieren und sich damit als ein Geschöpf und schöpferisches Wesen zu erfahren.

Behandelt werden folgende Themen und Fragen anhand von Texten Hartmut Raguses:
Die Hermeneutik, also die Frage nach dem «Wie» des Verstehens;
die Religionskritik, also der Frage nach den Wirkungen und dem Wesen des Glaubens;
die Apokalyptik – die endzeitlich geschärfte Frage nach Gut und Böse;
die Seelsorge, jenem der Therapie oft so nahestehenden Gebiet,
die «Psychoanalyse», die Frage nach dem Werkzeug der Psychoanalyse .
Literatur Hartmut Raguse, „Und hat es doch erhellt“. Texte zu Psychoanalyse, Theologie und Seelsorge, Zürich 2021
Hartmut Raguse, Seelenräume. Psychoanalytische Hermeneutik und seelsorgerliche Reflexion, Stuttgart 2022 (im Erscheinen)

 

Unterrichtssprache Deutsch
Einsatz digitaler Medien kein spezifischer Einsatz
HörerInnen willkommen

 

Intervall 14-täglich
Datum 28.09.2022 – 21.12.2022
Zeit Mittwoch, 16.15-20.00 Theologie, Kleiner Seminarraum 201
Datum Zeit Raum
Mittwoch 28.09.2022 16.15-20.00 Uhr Theologie, Kleiner Seminarraum 201
Mittwoch 19.10.2022 16.15-20.00 Uhr Theologie, Kleiner Seminarraum 201
Mittwoch 02.11.2022 16.15-20.00 Uhr Theologie, Kleiner Seminarraum 201
Mittwoch 09.11.2022 16.15-20.00 Uhr Theologie, Kleiner Seminarraum 201
Mittwoch 23.11.2022 16.15-20.00 Uhr Theologie, Kleiner Seminarraum 201
Mittwoch 07.12.2022 16.15-20.00 Uhr Theologie, Kleiner Seminarraum 201
Mittwoch 21.12.2022 16.15-20.00 Uhr Theologie, Kleiner Seminarraum 201
Module Modul: Religionsphilosophie und Religionswissenschaft (Masterstudium: Interreligious Studies)
Modul: Religionspsychologie (PT 3) (Bachelorstudium: Theologie)
Modul: Theologiegeschichte (ST 4) (Bachelorstudium: Theologie)
Leistungsüberprüfung Leistungsnachweis
Hinweise zur Leistungsüberprüfung Erwartet werden die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit, Lektüre von Texten Raguses und das, Schreiben von Papers.
An-/Abmeldung zur Leistungsüberprüfung Anmelden: Belegen; Abmelden: Dozierende
Wiederholungsprüfung eine Wiederholung, bester Versuch zählt
Skala 1-6 0,5
Wiederholtes Belegen nicht wiederholbar
Zuständige Fakultät Theologische Fakultät, studiendekanat-theol@unibas.ch
Anbietende Organisationseinheit Fachbereich Theologie

Zurück