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| Semester | Herbstsemester 2026 |
| Angebotsmuster | unregelmässig |
| Dozierende | Dagmar Fenner (dagmar.fenner@unibas.ch, BeurteilerIn) |
| Inhalt | Selbstoptimierung ist ein gesellschaftlicher Trend und fast schon so etwas wie ein „ethischer Imperativ“. Die einen deuten diese Bestrebungen positiv als Ausdruck des neuzeitlichen Ideals individueller Selbstbestimmung, weil der Einzelne als selbstbewusster Autor seines Lebens in Erscheinung trete und seine körperliche, psychische und geistige Verfassung nach Wunsch zu gestalten vermöge. Die anderen sprechen vom „Wahn“ oder der „Hysterie“ der Selbstoptimierung als höchst problematischem Auswuchs eines ökonomischen Effizienz- und Konkurrenzdenkens, das zu einem technizistischen Selbstverhältnis führe und den Einzelnen keineswegs frei mache, sondern ihn vielmehr einem gesellschaftlichen Diktat bestimmter Normvorgaben und Idealen wie etwa von Schönheit oder Leistungsfähigkeit unterwerfe. Im Seminar werden die verschiedenen Formen von „Optimierung“ oder „Enhancement“ („Steigerung“, „Erhöhung“) analysiert: körperliche Selbstoptimierung (Schönheitsoperationen, Self-Tracking, Doping, Lebensverlängerung etc.), Neuro-Enhancement (kognitives und affektives Enhancement) und genetisches Enhancement. Dabei stehen ethische Fragen nach ihrer normativen Bewertung im Vordergrund: Welche angebliche „Verbesserung“ ist aus der individualethischen Perspektive wirklich dem Glück und guten Leben der Einzelnen zuträglich? Was haben die meist nur Privilegierten zugänglichen Optimierungsstrategien in moralischer Hinsicht für soziale Folgen und könnten für alle zugängliche Maßnahmen u. U. die Gerechtigkeit als Chancengleichheit erhöhen? |
| Lernziele | - selbständiges Einarbeiten in ein Themenfeld - Erwerb ethischer Reflexions- und Argumentationskompetenzen |
| Literatur | Dagmar Fenner: „Selbstoptimierung und Enhancement: ein ethischer Grundriss“ (UTB) |
| Bemerkungen | Drei Tage im Januar 2027 Für Jurist:innen geeignet. |
| Teilnahmevoraussetzungen | Achtung: Teilnehmergrenze bei 24! Anmeldung erforderlich, bis spätestens Ende Oktober unter: dagmarfenner@hotmail.com |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| Einsatz digitaler Medien | kein spezifischer Einsatz |
| HörerInnen willkommen |
| Intervall | Wochentag | Zeit | Raum |
|---|---|---|---|
| Block | Siehe Einzeltermine | ||
| Datum | Zeit | Raum |
|---|---|---|
| Mittwoch 27.01.2027 | 09.30-16.30 Uhr | - Online Präsenz -, -- |
| Donnerstag 28.01.2027 | 09.30-16.30 Uhr | - Online Präsenz -, -- |
| Freitag 29.01.2027 | 09.30-16.30 Uhr | - Online Präsenz -, -- |
| Module |
Modul: Praktische Philosophie (Master Studienfach: Philosophie) Modul: Probleme der Praktischen Philosophie (Bachelor Studienfach: Philosophie) |
| Prüfung | Lehrveranst.-begleitend |
| Hinweise zur Prüfung | - mündliches Referat während des Blockseminars (zu vereinbartem Referatsthema) - (Online-)Präsenz und aktive Mitarbeit |
| An-/Abmeldung zur Prüfung | Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich |
| Wiederholungsprüfung | keine Wiederholungsprüfung |
| Skala | Pass / Fail |
| Belegen bei Nichtbestehen | beliebig wiederholbar |
| Zuständige Fakultät | Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch |
| Anbietende Organisationseinheit | Fachbereich Philosophie |