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| Semester | Herbstsemester 2026 |
| Angebotsmuster | einmalig |
| Dozierende |
Vera Sperisen (vera.sperisen@unibas.ch, BeurteilerIn)
Dominic Studer (dominic.studer@unibas.ch) |
| Inhalt | Die Geschichte und Gegenwart der Schweiz sind eng mit dem (post-)jugoslawischen Raum verflochten – durch Arbeitsmigration, politische Fluchtbewegungen, transnationale Familien- und Wirtschaftsbeziehungen sowie vielfältige gesellschaftliche Verbindungen. Vor diesem Hintergrund gewinnen die Jugoslawienkriege als umkämpfter und gegenwartsbezogener Lerngegenstand besondere Relevanz für den Geschichtsunterricht in der Schweizerischen Migrationsgesellschaft. Das Seminar führt in zentrale geschichtsdidaktische Fragen im Umgang mit Contested History ein: den Umgang mit konkurrierenden Narrativen, den Einbezug vielfältiger migrationsgesellschaftlicher Erfahrungswelten von Kindern, Eltern und Lehrpersonen sowie Kriterien zur Orientierung in pluralen historischen Erzählungen. Theoriebausteine wie Narrativität, Multiperspektivität, Kontroversität, Pluralität und globalgeschichtliche Zugänge werden mit Blick auf diesen Lerngegenstand erschlossen. Die Lehrveranstaltung ist forschungsbasiert konzipiert und baut auf einer engen Arbeitsbeziehung zum SNF-Projekt "Die Jugoslawienkriege und ihre Folgen als Gegenstand im Deutschschweizer Geschichtsunterricht. Zugänge und Herausforderungen in der (Nicht-)Umsetzung von Kontroversität und Pluralität" (2025–2029) auf. Sie ermöglicht Einblick in Anlage, Fragestellungen und Vorgehensweise des Forschungsprojekts. |
| Lernziele | Die Studierenden können - konkurrierende Narrative zu den Jugoslawienkriegen analysieren und deren Bedeutung für historisches Lernen in der Schweizerischen Migrationsgesellschaft reflektiert einordnen. - migrationsgesellschaftliche Erfahrungswelten von Kindern und ihren Eltern identifizieren und für die Planung und Gestaltung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Contested Histories im Geschichtsunterricht nutzbar machen. - zentrale Theoriebausteine wie Narrativität, Multiperspektivität, Kontroversität, Pluralität und globalgeschichtliche Zugänge erschliessen und zur Entwicklung begründeter geschichtsdidaktischer Entscheidungen anwenden. |
| Literatur | Bürgisser, Thomas. „Wie Traumausländer zum Feindbild Jugo wurden“. Polis. Das Magazin für Politische Bildung 10 (2017): 15–18. Kello, Katrin. „Sensitive and Controversial Issues in the Classroom: Teaching History in a Divided Society“. Teachers and Teaching 22, Nr. 1 (2016): 35–53. https://doi.org/10.1080/13540602.2015.1023027. Mappes-Niediek, Norbert. Krieg in Europa. Der Zerfall Jugoslawiens und der überforderte Kontinent. Rowohlt, 2022. Müller-Suleymanova, Dilyara. „Shadows of the past: violent conflict and its repercussions for second-generation Bosnians in the diaspora“. Journal of Ethnic and Migration Studies 49, Nr. 7 (2023): 1786–802. https://doi.org/10.1080/1369183X.2021.1973392. Savenije, Geerte M., Nicola Brauch, und Wolfgang Wagner. „Sensitivities in history teaching across Europe and Israel“. Pedagogy, Culture & Society 27, Nr. 1 (2019): 1–6. https://doi.org/10.1080/14681366.2019.1566163. Thünemann, Holger. „Kontroversen austragen? Der Beutelsbacher Konsens aus geschichtskultureller Perspektive“. In Kontroversität in der Politischen Bildung, herausgegeben von Siegfried Frech, Robby Geyer, und Monika Oberle. Wochenschau, (2023): 69–87. |
| Weblink | Institut für Bildungswissenschaften |
| Teilnahmevoraussetzungen | BA-Abschluss. Immatrikuliert im Masterstudiengang Fachdidaktik. Studierende anderer Studiengänge wenden sich bei Interesse bitte zuerst an die Dozierenden. |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| Einsatz digitaler Medien | kein spezifischer Einsatz |
| Intervall | Wochentag | Zeit | Raum |
|---|---|---|---|
| Block | Siehe Einzeltermine | ||
| Datum | Zeit | Raum |
|---|---|---|
| Freitag 16.10.2026 | 14.15-17.45 Uhr | - Siehe Bemerkung, -- |
| Samstag 17.10.2026 | 09.15-16.45 Uhr | - Siehe Bemerkung, -- |
| Freitag 13.11.2026 | 14.15-17.45 Uhr | - Siehe Bemerkung, -- |
| Samstag 14.11.2026 | 09.15-16.45 Uhr | - Siehe Bemerkung, -- |
| Module |
Modul: Einführung in die Geschichtsdidaktik (Masterstudium: Fachdidaktik) Modul: Kontexte gesellschaftswissenschaftlichen Lernens (Masterstudium: Fachdidaktik) |
| Prüfung | Lehrveranst.-begleitend |
| Hinweise zur Prüfung | Anwesenheit (80%) - aktive Teilnahme an der Lehrveranstaltung (Vorbereitungstexte sind gelesen, Auf- und Nachbereitungsarbeiten erledigt) - mündliche Präsentation (Referat) und einen schriftlichen Text (Paper, max. 8 Seiten) zu einer eigenen Fragestellung |
| An-/Abmeldung zur Prüfung | Anmelden: Belegen; Abmelden: Dozierende |
| Wiederholungsprüfung | keine Wiederholungsprüfung |
| Skala | Pass / Fail |
| Belegen bei Nichtbestehen | nicht wiederholbar |
| Zuständige Fakultät | Institut für Bildungswissenschaften, bildungswissenschaften@unibas.ch |
| Anbietende Organisationseinheit | Institut für Bildungswissenschaften |