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| Semester | Frühjahrsemester 2013 |
| Angebotsmuster | unregelmässig |
| Dozierende | Matthias Wittmann (matthias.wittmann@unibas.ch, BeurteilerIn) |
| Inhalt | 'Der Western ist das einzige Genre, das fast so alt ist wie das Kino selbst ... und nichts von seiner Lebendigkeit verloren hat. Der Western wurde geboren aus dem Zusammentreffen einer Mythologie und eines Ausdrucksmittels', schrieb der Filmkritiker und -theoretiker André Bazin in den 50er Jahren, dem Western-Jahrzehnt schlechthin. Es gibt kaum einen namhaften US-Regisseur, der nicht mindestens einen Western inszeniert hat. Obwohl es das ur-amerikanische Genre schlechthin ist - und dieses 'ur' ist auch Marke einer Verdrängung -, wurde dieses Genre zu einem universalen Code: 'Warum interessieren sich die Menschen in den arabischen Ländern, in Indien, in den romanischen und deutschsprachigen Ländern und im angelsächsischen Raum […] für die Entstehung der Vereinigten Staaten von Amerika?' (Bazin) Vielleicht weil Western keine Heimatfilme sind, sondern Filme, die in einer Landschaft angesiedelt sind, 'die eben gerade Noch-Nicht-Heimat ist' (Seeßlen). Der Western ist nicht nur die Königsdisziplin für Filmemacher, auch Film- wie Medienwissenschafter können an dieses Genre geradezu alle Fragen herantragen, die relevant und interessant sind. Das Seminar gibt Gelegenheit, entlang wöchentlicher lehrveranstaltungs-begleitender Filmscreenings, die den Schwerpunkt auf die Westernfilme der 50/60er legen, die Ethik, Ästhetik, Politik und Geschichtlichkeit dieses Genres zu erarbeiten. Es geht um glatte und gekerbte Räume (Deleuze), Metamorphosen von Wahrnehmungsfeldern (Virilio) und die Geburt einer Nation aus der Gewalt der Rechtssetzung (Benjamin/Derrida); um Zeit und Raum; Eisenbahnschienen, Postkutschenlinien und Telegraphennetze; 'the moving frontier' und 'the big sky'; die Wildnis im Garten und den Garten in der Wildnis; Mytho-Logiken und Spannungsverhältnisse (Wildnis/Zivilisation, Indianer/Weiße, Natur/Stadt, Mann/Frau); Nahaufnahmen und Totalen, 'academy ratio' und CinemaScope; Entfernungen und Größenverhältnisse; innere Engen und äußere Weiten; um Gesetzeslose und Gesetzeshüter, Indianer und Rechtlose, Überläufer und Mestizen, 'Hunter' und 'Scouts', Farmer und Einzelgänger, Viehzüchter und -diebe, 'high riding ladies‘ und gefallene Töchter, Forts und Siedlungen, Gräber, Heimatlose und das wachsende Schuldbewusstsein eines Genres. |
| Literatur | Zur Einführung (und Anschaffung) empfohlen: Bert Rebhandl (Hg.) Western. Genre und Geschichte,Wien: Zsolnay 2007. Bernd Kiefer/Norbert Grob (Hg.), Filmgenres: Western, Stuttgart: Reclam 2003. |
| Bemerkungen | Die Teilnahme an den zusätzlichen, wöchentlichen Filmsichtungen ist obligatorisch. |
| Teilnahmevoraussetzungen | Abgeschlossenes Grund /Basisstudium im Modul WAH/Medienästhetik. Die Veranstaltung ist auf 50 Teilnehmer beschränkt. |
| Anmeldung zur Lehrveranstaltung | über http://www.isis.unibas.ch, Zuteilung in der 1. Sitzung |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| Einsatz digitaler Medien | kein spezifischer Einsatz |
| Intervall | Wochentag | Zeit | Raum |
|---|
Keine Einzeltermine verfügbar, bitte informieren Sie sich direkt bei den Dozierenden.
| Module |
Modul Aufbaustudium Medienästhetik (Bachelor Studienfach: Medienwissenschaft) Modul Wahrnehmung 2 (Bachelor Studienfach: Medienwissenschaft (Studienbeginn vor 01.08.2012)) |
| Prüfung | Lehrveranst.-begleitend |
| An-/Abmeldung zur Prüfung | Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich |
| Wiederholungsprüfung | keine Wiederholungsprüfung |
| Skala | Pass / Fail |
| Belegen bei Nichtbestehen | beliebig wiederholbar |
| Zuständige Fakultät | Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch |
| Anbietende Organisationseinheit | Fachbereich Medienwissenschaft |