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| Semester | Herbstsemester 2015 |
| Angebotsmuster | unregelmässig |
| Dozierende | Cornelius Reiber (cornelius.reiber@unibas.ch, BeurteilerIn) |
| Inhalt | Ab Mitte der 1960’er Jahre erscheinen in den USA in Zeitungen und Zeitschriften Texte, die für Verwirrung und positive wie negative Aufregung sorgen, da sie sich gängigen Genres und deren Konventionen nicht zu fügen scheinen: ist das Journalismus, so die Frage, oder soll das Literatur sein? Wenig später werden diese sehr verschiedenen Artikel mit dem Label „The New Journalism“ versehen. Vereint sind sie zunächst mal durch eine Geste der Ablehnung: das, was unter Beachtung eines strengen formalen Regelwerks als „objektiver“ Journalismus produziert wird, hat in den Augen dieser Autoren ein genau so schwaches Verhältnis zu „Wirklichkeit“, „Gegenwart“ und „Wahrheit“ wie die zeitgenössische Romanliteratur, die formal und thematisch den Genrekonventionen des 19. Jahrhunderts verhaftet scheint und als langweilig und realitätsfern abgelehnt wird. Die Labore für die neuen literarischen Experimente mit Stil, Textform und sonst der leichten Unterhaltung vorbehaltenen Themen wie beispielsweise Autos, Drogen und Sport sind vor allem Magazine. Große, literarisch ambitionierte Artikel, heute längst kanonisiert, erscheinen in Playboy, Esquire, Rolling Stone. Einiges spricht dafür, den Begriff des „Pop“ für die Analyse dessen, was dort passiert, heranzuziehen, da „Pop“ darauf abzielte, Gegensatzpaare mit eingebauter Wertung wie „tiefgründig“ versus „oberflächlich“ oder „Hochkultur“ versus „Unterhaltung“ zu unterlaufen und aufzulösen. Das Seminar wendet sich in seiner zweiten Hälfte deutschsprachigen Experimenten des literarischen Journalismus zu, die vor allem in den 1980ern und ‘90ern unternommen wurden, zunächst mit der Zeitschrift Tempo, später in Magazinen und Beilagen deutschsprachiger Tages- und Wochenzeitungen. Zu den deutschsprachigen Autoren, deren Texte im Seminar gelesen werden, gehören unter anderen: Tom Kummer, Christian Kracht, Benjamin von Stuckrad-Barre, Moritz von Uslar. |
| Literatur | Manche der englischen Texte sind übersetzt, andere nicht. Englischkenntnisse sind daher eine Voraussetzung für die Teilnahme. |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| Einsatz digitaler Medien | kein spezifischer Einsatz |
| Intervall | Wochentag | Zeit | Raum |
|---|
Keine Einzeltermine verfügbar, bitte informieren Sie sich direkt bei den Dozierenden.
| Module |
Modul Basisstudium Grundlagentheorien der Medienwissenschaft (Bachelor Studienfach: Medienwissenschaft) Modul Grundlagentheorien der Medienwissenschaft 1 (Bachelor Studienfach: Medienwissenschaft (Studienbeginn vor 01.08.2012)) |
| Prüfung | Lehrveranst.-begleitend |
| Hinweise zur Prüfung | Die Leistungsüberprüfung umfasst ein Referat und ein ca. 7-seitiger Essay. |
| An-/Abmeldung zur Prüfung | Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich |
| Wiederholungsprüfung | keine Wiederholungsprüfung |
| Skala | Pass / Fail |
| Belegen bei Nichtbestehen | beliebig wiederholbar |
| Zuständige Fakultät | Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch |
| Anbietende Organisationseinheit | Fachbereich Medienwissenschaft |