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| Semester | Herbstsemester 2016 |
| Angebotsmuster | unregelmässig |
| Dozierende | Ralph Weber (ralph.weber@unibas.ch, BeurteilerIn) |
| Inhalt | Die Volksrepublik China ist heute eine wirtschaftliche und politische Supermacht. Doch wie wird dieses Land regiert? Wie gelingt der Spagat zwischen immer mehr Marktwirtschaft und scheinbar unverändert autoritärem Einparteienstaat? Lange wurde im Sinne einer Teilerklärung auf die lokale Ebene und den dort gewährten Spielraum für politische Innovation verwiesen. Zwar werde aus Beijing heraus zentral regiert, gleichzeitig verfolge man aber einen dezentralisierten Experimentalismus, der mit der Zeit zu tiefgreifenden Reformen auf nationaler Ebene führen müsse. Doch dieser Ansatz scheint heute grundsätzlich in Frage gestellt. Mit dem Führungswechsel hin zu Xi Jinping hat sich vieles geändert. In Sachen politischer Reform ist bei führenden Experten Ernüchterung eingekehrt. Diese Vorlesung führt in das Studium der chinesischen Politik und in die politische Geschichte der Volksrepublik China ein. Zudem stellt sie eine Reihe lokaler Experimente vor (z.B. Wohneigentum für Migranten in Chongqing; deliberative Demokratie in Zeguo) und fragt nach ihrer Bedeutung für politische Reformen im Zeitalter der Ägide von Xi Jinping. Ziel der Veranstaltung ist es, dass Studierende die Grundzüge und Eigenheiten chinesischer Gegenwartspolitik verstehen und wichtige Stimmen im intellektuellen Diskurs kennen lernen. Mit der lokalen Ebene wird ein Element chinesischer Politik hervorgehoben, das ausserhalb von China wenig Aufmerksamkeit gefunden hat. Damit entgeht gerade der Politischen Theorie, die in den letzten Jahren einen global turn vollzogen haben soll, eine wichtige Ressource für empirisch fundierte Reflexion. Denn ganz unabhängig von der politischen Bedeutung dieser Ebene im Gegenwartskontext der VR China haben die zahllosen lokalen Experimente politische Innovation in einer Vielfalt befördert, die theoretisch interessant ist. Wir werden uns daher in der Vorlesung auch immer wieder der normativen Diskussion dieser Experimente zuwenden, wie sie in theoretischen Texten ihrer Erfinder und Förderer (z.B. Cui Zhiyuan, James Fishkin und He Baogang) sowie in kritischer internationaler Sekundärliteratur in der Politikwissenschaft geführt wird. |
| Lernziele | - Die Studierenden lernen die Grundzüge und Eigenheiten chinesischer Gegenwartspolitik verstehen und kennen wichtige Stimmen im intellektuellen Diskurs. - Die Studierenden lernen eine realistische Einschätzung chinesischer Politik vorzunehmen. - Die Studierenden sind mit einer Reihe politischer Experimente auf lokaler Ebene vertraut. - Die Studierenden können theoretische Texte zu den lokalen Experimenten kritisch hinterfragen. |
| Literatur | Wird zu Semesterbeginn bekanntgegeben. |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| Einsatz digitaler Medien | kein spezifischer Einsatz |
| HörerInnen willkommen |
| Intervall | Wochentag | Zeit | Raum |
|---|
Keine Einzeltermine verfügbar, bitte informieren Sie sich direkt bei den Dozierenden.
| Module |
Modul Europäisierung und Globalisierung (Master European Global Studies) Modul Internationales Zusatzwissen (Master European Studies (Studienbeginn vor 01.02.2015)) Modul Politik und Entwicklung (Master Studienfach: Soziologie (Studienbeginn vor 01.08.2013)) Modul Raum/Bewegung (Bachelor Studienfach: Gesellschaftswissenschaften (Studienbeginn vor 01.08.2013)) Modul Ungleichheit, Konflikt, Kultur (Master Studienfach: Soziologie) Modul Wirtschaft, Politik und Entwicklung (Master Studienfach: Soziologie (Studienbeginn vor 01.08.2013)) |
| Prüfung | Leistungsnachweis |
| Hinweise zur Prüfung | Schriftliche Prüfung |
| An-/Abmeldung zur Prüfung | Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich |
| Wiederholungsprüfung | keine Wiederholungsprüfung |
| Skala | Pass / Fail |
| Belegen bei Nichtbestehen | beliebig wiederholbar |
| Zuständige Fakultät | Universität Basel |
| Anbietende Organisationseinheit | Europainstitut |