Zurück zur Auswahl
Semester | Frühjahrsemester 2018 |
Angebotsmuster | einmalig |
Dozierende | Claudia Opitz Belakhal (claudia.opitz@unibas.ch, BeurteilerIn) |
Inhalt | „Melancholie“ ist für uns heute lediglich eine sentimentale Attitüde, eine gedämpfte Grundstimmung dem Leben gegenüber, die einem Poeten, einer Philosophin gut zu Gesicht steht, ja, die angesichts der Schrecken und des Irrsinns in der Welt die einzig sinnvolle Einstellung zu derselben zu sein scheint. In früheren Jahrhunderten aber war Melancholie eine ernstzunehmende Krankheit, ja, sie war dem „Wahn“, der „Manie“ eng verwandt und konnte in diesen hineinführen. Ausgelöst von einem Übermass an „schwarzer Galle“, war sie zugleich Ausdruck einer Disharmonie der Körper-Säfte, die im wesentlichen durch diätetische Massnahmen oder bestenfalls durch Aderlässe behoben werden konnte. Dort, wo diese Massnahmen nichts halfen, führte „Melancholie“ bisweilen zum Selbstmord, oder aber direkt in die Arme des Teufels, in die Hexerei. Nur wenige stimmten im übrigen mit antiken Autoren überein, für die "Melancholie" die Krankheit gelehrter Männer darstellte. Dieses vielfältige Tableau der „Melancholie“ seit dem Mittelalter nachzuzeichnen, wird Gegenstand des Seminars sein. Es sollen dabei, neben körper-, medizin- und psychiatriehistorischen Fragen nicht zuletzt auch solche der historischen Psychologie bzw. einer „Geschichte der Gefühle“ – auch in ihrer geschlechtsspezifischen Dimension - zur Debatte stehen. |
Literatur | R.Klibansky, E.Panofsky, F. Saxl, Saturn und Melancholie. Studien zur Geschichte der Naturphilosophie, Religion und Kunst, Frankfurt/M. 4.Aufl. 2001 |
Teilnahmevoraussetzungen | Für Master- und fortgeschrittene Bachelorstudierende der Geschichte. Bachelorstudierende weisen den Abschluss der Grundstufe des BSF Geschichte nach (mindestens 3 Proseminare und 3 Proseminararbeiten). Bei Überbelegung wird die Teilnehmerzahl beschränkt. In diesem Fall werden Studierende der Geschichte bevorzugt zugelassen. |
Unterrichtssprache | Deutsch |
Einsatz digitaler Medien | kein spezifischer Einsatz |
Intervall | Wochentag | Zeit | Raum |
---|
Keine Einzeltermine verfügbar, bitte informieren Sie sich direkt bei den Dozierenden.
Module |
Aufbaumodul Frühe Neuzeit (Bachelor Studienfach: Geschichte (Studienbeginn vor 01.08.2013)) Modul Aufbau Frühe Neuzeit (Bachelor Studienfach: Geschichte) Modul Epochen der europäischen Geschichte: Frühe Neuzeit (Master Studiengang: Europäische Geschichte) Modul Ereignisse, Prozesse, Zusammenhänge (Master Studienfach: Geschichte (Studienbeginn vor 01.08.2013)) Modul Fachwissenschaft / Geschichte (Masterstudium: Educational Sciences) Modul Fachwissenschaft / Geschichte (Masterstudium: Educational Sciences (Studienbeginn vor 01.08.2015)) Modul Frühe Neuzeit (Master Studienfach: Geschichte (Studienbeginn vor 01.08.2013)) Modul Kommunikation und Vermittlung historischer Erkenntnisse (Master Studienfach: Geschichte (Studienbeginn vor 01.08.2013)) Modul Methoden - Reflexion - Theorien: Differenz - Identität - Kritik (Master Studiengang: Europäische Geschichte) Modul Methoden und Diskurse historischer Forschung (Master Studienfach: Geschichte (Studienbeginn vor 01.08.2013)) Modul Mittelalter / Frühe Neuzeit (Master Studienfach: Geschichte) Modul Profil: Geschlechtergeschichte (Master Studiengang: Europäische Geschichte) Modul Profil: Vormoderne (Master Studiengang: Europäische Geschichte) |
Prüfung | Lehrveranst.-begleitend |
Hinweise zur Prüfung | Aktive Teilnahme, i.d.R. in einer Referatsgruppe. |
An-/Abmeldung zur Prüfung | Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich |
Wiederholungsprüfung | keine Wiederholungsprüfung |
Skala | Pass / Fail |
Belegen bei Nichtbestehen | nicht wiederholbar |
Zuständige Fakultät | Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch |
Anbietende Organisationseinheit | Departement Geschichte |