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78233-01 - Seminar: Die Medien der Anderen: Provinzialisierung der europäischen Mediengeschichte (3 KP)

Semester Frühjahrsemester 2026
Angebotsmuster einmalig
Dozierende Matthias Wittmann (matthias.wittmann@unibas.ch, BeurteilerIn)
Inhalt Zu lange wurde Mediengeschichte im Singular und von Europa (oder dem Westen) aus gedacht. Zu wenig wurden Mediengeschichten in Begriffen der Migration und Transkulturation, (Gegen-)Aneignung und Alterität, Übersetzung und Verwandlung sowie der ‹dritten Räume› (Homi Bhabha) zwischen den Kulturen gedacht. Ohne arabische Papierfabriken «wäre der Druckerpresse sicher kein so großer Erfolg beschieden gewesen» (Trojanow/Hoskoté). Und die Camera obscura, das «Herzstück der späteren fotografischen Kamera», war «bereits im alten China bekannt» (Heike Behrend). Dies nur zwei Beispiele.
Entlang von Medien-, Kultur- und Sozialtechniken wie Buchdruck, Zentralperspektive, Panorama, Radio, Fotografie, Film u.v.m. gibt das Blockseminar Gelegenheit, ‹Mediengeschichte› in transkulturelle Mediengeschichten aufzusplittern, und diese Geschichten als ‹entangled histories› zwischen Kontakt, Austausch, Ablehnung und Verwandlung zu begreifen. Hierbei gilt es die Tatsache miteinzubeziehen, dass es keinen transkulturellen ‹fair trade› (z.B. der Bilder) gibt und Austausch selten auf Augenhöhe, sondern inmitten asymmetrischer Machtverhältnisse stattfindet. Medien als ‹Medien der Anderen› zu betrachten, bedeutet in erster Linie, im Blickwechsel zwischen den Kulturen ‹unsere Medien› aus der Perspektive eines nicht-europäischen Mediendenkens als das ‹Andere der Anderen› zu entdecken – und das europäische Kulturerbe auf diese Weise einer Dezentrierung und ‹Provinzialisierung› (Dipesh Chakrabarty) zu unterziehen.
Lernziele Die Studierenden lernen, Mediengeschichte wie -theorie transkulturell zu perspektivieren und somit die Eurozentrismen im Mediendenken kritisch zu hinterfragen.
Literatur Ein Seminarplan mit Literaturliste ist eine Woche vor Seminarbeginn via ADAM einsehbar.
Zur Einführung empfohlen:
- Iris Därmann: »Statt einer Einleitung, Plädoyer für eine Ethnologisierung der Kulturwissenschaft(en)«. In: Kulturwissenschaften. Konzepte, Theorien, Autoren. Hrsg. dies. Und Christoph Jamme, München: Fink 2007, S. 7-24.
- Mary Louise Pratt: »Arts of the Contact Zone«, in: Profession (1991), S. 33-40.
Bemerkungen Blockseminar:
Auftaktsitzung online: 6.3. 14:15-18:00 Uhr.
4 Termine Fr./Mo. Nachmittag und Sa. ganztägig. Termine 10.4., 17.4. und 27.4. 14:15-18:00 Uhr sowie Sa. 18.4. 10:15-18:00 Uhr.

 

Anmeldung zur Lehrveranstaltung Anmeldung über MOnA notwendig (services.unibas.ch).
Unterrichtssprache Deutsch
Einsatz digitaler Medien kein spezifischer Einsatz

 

Intervall Wochentag Zeit Raum
Block Siehe Einzeltermine

Einzeltermine

Datum Zeit Raum
Freitag 06.03.2026 14.15-18.00 Uhr - Online Präsenz -, --
Freitag 10.04.2026 14.15-18.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Projektraum 1.OG
Freitag 17.04.2026 14.15-18.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Projektraum 1.OG
Samstag 18.04.2026 10.15-18.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Projektraum 1.OG
Montag 27.04.2026 14.15-18.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Projektraum 1.OG
Montag 04.05.2026 14.15-18.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Projektraum 1.OG
Module Modul: Aufbaustudium Ästhetik und Kritik (Bachelor Studienfach: Medienwissenschaft)
Prüfung Lehrveranst.-begleitend
Hinweise zur Prüfung Verfassen von kurzen Texten, die helfen sollen (a) Plenumstexte vorzubereiten (‹Lesekarten›) und b) Diskussionen nachzubereiten (‹Recaps›). Zudem sind kurze Impulsreferate (‹Pecha Kucha›) mit Diskussionsmoderation vorgesehen.
An-/Abmeldung zur Prüfung Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich
Wiederholungsprüfung keine Wiederholungsprüfung
Skala Pass / Fail
Belegen bei Nichtbestehen nicht wiederholbar
Zuständige Fakultät Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch
Anbietende Organisationseinheit Fachbereich Medienwissenschaft

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