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78209-01 - Seminar: Monströse Weiblichkeiten: Geschlechtertheoretische Perspektiven auf Weiblichkeit und darüber hinaus (3 KP)

Semester Frühjahrsemester 2026
Angebotsmuster einmalig
Dozierende Jasmin Schmidlin (jasmin.schmidlin@unibas.ch, BeurteilerIn)
Inhalt Die Verschmelzung von Vorstellungen von «Weiblichkeit(en)» und dem Monströsen hat eine lange Tradition in der (westlichen) Kulturgeschichte und begegnet uns heute sowohl auf der Filmleinwand (man denke an Giorgos Lanthimos Poor Things) als auch in öffentlichen Debat-ten (etwa in der Rede vom «PMS-Monster»). Weder das Monströse noch das Weibliche existie-ren ‘tatsächlich’, sondern sind als Differenzphänomene zu verstehen. So wie es die Idee des Weiblichen nicht ohne die des Männlichen geben kann, existiert auch das Monströse nicht los-gelöst von einer normativen Ordnung, in der normal von anormal unterschieden wird. Die Ver-schmelzung besagter Differenzphänomene vollzieht sich über die Konstitution des Anderen ent-gegen der männlichen Norm in der (westlichen) Kultur als Ort der Differenz und des Fremden. Auffällig ist zudem, dass die Beziehung zwischen dem Monströsen und Weiblichen zumeist am und über den Körper hergestellt wird. Dafür wird Michel Foucaults These produktiv gemacht, die den Körper in der Moderne als den Ort ausmacht, den die Macht adressiert. Es gilt zu fra-gen, in welcher Weise diese Phänomene konstituiert und aufeinander bezogen werden; in wel-cher Form sie wiederum als Figuren auftauchen und wie sie dadurch ‘unsere’ Imagination und Wahrnehmung vergeschlechtlicher Körperlichkeiten prägen.
Während wir uns im ersten Teil einschlägigen Konzepte des Monströsen, von Foucaults «Anormalen», über Margrit Shildricks Vulnerabilitätstheorie hin zu Julia Kristevas Abjekttheo-rie, nähern, widmen wir uns im zweiten Teil gegenwärtigen und kulturhistorischen Imaginatio-nen von unheimlichen, grenzüberschreitenden und normabweichenden Figuren und Körpern. Im dritten Teil greifen wir schliesslich affirmative Bezugnahmen auf das Monströse auf, etwa die Möglichkeit feministischer Umdeutungen oder der Aneignung der Stimme des Monsters für die Darbietung von «Transgender Rage», und befragen diese nach ihren subversiven Potenzialen.
Lernziele Wir wollen uns einen Überblick über die unterschiedlichen theoretischen Instrumentarien verschaffen mittels welcher Andersheit als Monstrosität konstituiert wird und diese vertieft hinsichtlich feministischer und geschlechtertheoretischer Fragen diskutieren.
Wir begegnen unterschiedlichen Figuren des Monströsen; die Studierenden erkennen diese als solche und können diese anhand der theoretischen Instrumentarien und Begrifflichkeiten kritisch einordnen und diskutieren.
Literatur Wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben.

 

Unterrichtssprache Deutsch
Einsatz digitaler Medien kein spezifischer Einsatz

 

Intervall Wochentag Zeit Raum
wöchentlich Dienstag 16.15-18.00 Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004

Einzeltermine

Datum Zeit Raum
Dienstag 17.02.2026 16.15-18.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Dienstag 24.02.2026 16.15-18.00 Uhr Fasnachtsferien
Dienstag 03.03.2026 16.15-18.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Dienstag 10.03.2026 16.15-18.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Dienstag 17.03.2026 16.15-18.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Dienstag 24.03.2026 16.15-18.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Dienstag 31.03.2026 16.15-18.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Dienstag 07.04.2026 16.15-18.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Dienstag 14.04.2026 16.15-18.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Dienstag 21.04.2026 16.15-18.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Dienstag 28.04.2026 16.15-18.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Dienstag 05.05.2026 16.15-18.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Dienstag 12.05.2026 16.15-18.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Dienstag 19.05.2026 16.15-18.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Dienstag 26.05.2026 16.15-18.00 Uhr Rheinsprung 21, Seminarraum 00.004
Module Modul: Themenfelder der Geschlechterforschung (Bachelor Studienfach: Geschlechterforschung)
Vertiefungsmodul (Transfakultäre Querschnittsprogramme im freien Kreditpunkte-Bereich)
Prüfung Lehrveranst.-begleitend
Hinweise zur Prüfung Veranstaltungsbegleitend
An-/Abmeldung zur Prüfung Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich
Wiederholungsprüfung keine Wiederholungsprüfung
Skala Pass / Fail
Belegen bei Nichtbestehen nicht wiederholbar
Zuständige Fakultät Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch
Anbietende Organisationseinheit Fachbereich Gender Studies

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