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| Semester | Herbstsemester 2026 |
| Angebotsmuster | unregelmässig |
| Dozierende | Veronika Sossau (veronika.sossau@unibas.ch, BeurteilerIn) |
| Inhalt | Das Proseminar beschäftigt sich mit Formen, Funktionen und Kontexten des römischen Porträts – von kaiserlichen Bildnissen bis hin zu privaten Porträts. Neben Fragen der Identifikation sowie der stilistischen, technologischen und chronologischen Einordnung stehen vor allem die medialen und räumlichen Bedingungen im Mittelpunkt, unter denen Porträts ihre Wirkung entfalteten. Dabei werden unterschiedliche Bildmedien, Aufstellungskontexte und Nutzungssituationen berücksichtigt. Die Teilnehmer*innen erarbeiten über das Semester jeweils ein Einzelthema, das sie in den letzten Sitzungen im Rahmen eines 20-minütigen Vortrags oder einer Posterpräsentation vorstellen und zur Diskussion stellen. Anhand von Übungen an Originalbildnissen und Abgüssen erarbeiten wir in den ersten Präsenzeinheiten gemeinsam die methodischen Grundlagen zur Erfassung und Klassifizierung römischer Porträts. Zudem setzen wir uns experimentell mit den Auswirkungen von Beleuchtung, Perspektive und Polychromie auf die Wahrnehmung antiker Porträts auseinander. Konkrete Informationen zu den Übungen folgen. |
| Lernziele | Einführung in die römische Porträtforschung Erlernen und Anwenden von Dokumentations- und Klassifizierungsmethoden der römischen Porträtforschung Auseinandersetzung mit Abgüssen und Originalwerken Erarbeitung eines Einzelthemas und Präsentation in einem Referat oder Poster (Ausgangspunkt für die aus dem Proseminar mögliche schriftliche Proseminarbeit) |
| Literatur | K. Fittschen – P. Zanker, Katalog der römischen Porträts in den kapitolinischen Museen und den anderen kommunalen Sammlungen der Stadt Rom 1–3 (1984–2010); M. Bergmann, Marc Aurel 2(Frankfurt 1988); J.-C. Balty, Porträt und Gesellschaft in der römischen Welt, 11. TrWPr (Mainz 1993); P. Zanker, Die Maske des Sokrates (München 1995); B. Borg, Mumienporträts. Chronologie und kultureller Kontext (Mainz 1996); K. Fittschen, Prinzenbildnisse antoninischer Zeit (Mainz 1999); D. Boschung, Gens Augusta. Untersuchungen zu Aufstellung, Wirkung und Bedeutung der Statuengruppen des julisch-claudischen Kaiserhauses, MAR 32 (Mainz 2002); M. Büchsel – P. Schmidt (Hrsg.), Das Porträt vor der Erfindung des Porträts. Beiträge des Internationalen Kolloquiums des Kunstgeschichtlichen Instituts der Universität Frankfurt, Frankfurt 4.–6. Juni 1999 (Mainz 2002); A. Alexandridis, Die Frauen des römischen Kaiserhauses: Eine Untersuchung ihrer bildlichen Darstellung von Livia bis Iulia Domna (Mainz am Rhein 2004); E.R. Varner, Mutilation and Transformation. Damnatio memoriae and Roman Imperial Portraiture, Monumenta Graeca et Romana 10 (Leiden 2004); C. H. Hallett, The Roman Nude: Heroic Portrait Statuary 200BC–AD300 (Oxford 2005); R.R.R. Smith, Roman Portrait Statuary from Aphrodisias, Aphrodisias 2 (Mainz 2006); J. Fejfer, Roman Portraits in Context (Berlin 2008); K. Fittschen, The Portraits of Roman Emperors and their Families. Controversial Positions and Unsolved Problems, in: B. C. Ewald – C. F. Noreňa (Hrsg.), The Emperor and Rome. Space, Representation and Ritual, Yale Classical Studies 35 (Cambridge 2010) 221–246; G. Lahusen, Römische Bildnisse. Auftraggeber – Funktionen – Standorte (Darmstadt 2010); E.R. Varner, Reconfiguring Roman Portraits. Theories and Practices, MemAnt 55, 2010, 45-56; J. Pollini, Recutting Roman Portraits: Problems in Interpretation and the New Technology in Finding Possible Solutions, MemAnt 55, 2010, 23–44; M. Studer-Karlen, Verstorbenendarstellungen auf frühchristlichen Sarkophagen, Bibliothèque de l'Antiquité tardive 21 (Turnhout 2012); S. Birk, Depicting the Dead. Self-Representation and Commemoration on Roman Sarcophagi with Portraits, Aarhus Studies in Mediterranean Antiquity 11 (Aarhus 2013); A. Binsfeld – M. Ghetta (Hrsg.), Ubi servi erant? Die Ikonographie von Sklaven und Freigelassenen in der römischen Kunst: Ergebnisse des Workshops an der Université du Luxembourg (Esch-Belval, 29.-30. Januar 2016), Forschungen zur antiken Sklaverei Bd. 43 (Stuttgart 2019); M. Prusac, From Face to Face. Recarving of Roman Portraits and the Late-Antique Portrait Arts, Monumenta Graeca et Romana 18 (Leiden 2016); S. Dillon – M. Prusac – A.K. Lundgren, The Portrait Face. Understanding Realism and Verism in Greek and Roman Portraiture, Papers and Monographs from the Norwegian Institute at Athens 11 (Athen 2021). |
| Bemerkungen | Die LV wird in der Skulpturhalle Basel und im Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig stattfinden. |
| Teilnahmevoraussetzungen | Max. 20 Teilnehmende. Der Besuch der ersten Sitzung ist obligatorisch - falls Ihnen das nicht möglich ist, kontaktieren Sie im Vorfeld die LV-Leiterin). |
| Anmeldung zur Lehrveranstaltung | Einschreiben. Wenn Ihnen der Besuch der ersten Sitzung nicht möglich ist, kontaktieren Sie die LV-Leiterin. |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| Einsatz digitaler Medien | kein spezifischer Einsatz |
| Intervall | Wochentag | Zeit | Raum |
|---|---|---|---|
| wöchentlich | Mittwoch | 10.15-11.45 | Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 01 |
| Module |
Modul: Themen der Klassischen Archäologie – Grundlagen (Bachelor Studienfach: Altertumswissenschaften) Modul: Themen der Klassischen Archäologie – Grundlagen (Bachelor Studiengang: Altertumswissenschaften) |
| Prüfung | Lehrveranst.-begleitend |
| Hinweise zur Prüfung | Portfolio: aktive Teilnahme an den Übungen und Lesen von vorbereitender Lektüre, Ausarbeitung eines Einzelthemas in Form eines 20 minütigen Vortrags oder eines Posters. |
| An-/Abmeldung zur Prüfung | Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich |
| Wiederholungsprüfung | keine Wiederholungsprüfung |
| Skala | Pass / Fail |
| Belegen bei Nichtbestehen | beliebig wiederholbar |
| Zuständige Fakultät | Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch |
| Anbietende Organisationseinheit | Fachbereich Klassische Archäologie |