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| Semester | Herbstsemester 2026 |
| Angebotsmuster | einmalig |
| Dozierende | Oliver Nachtwey (oliver.nachtwey@unibas.ch, BeurteilerIn) |
| Inhalt | Donald Trump wurde nicht trotz, sondern wegen seines Versprechens gewählt, die liberale Demokratie zu zerstören. Die MAGA-Bewegung ist dabei kein monolithisches Phänomen, sondern ein breites, intern widersprüchliches Spektrum politischer Akteure, Ideologien und Affektstrukturen — geeint durch die antiegalitäre Negation des inklusiven Liberalismus und eine geteilte Zerstörungslust gegenüber seinen Institutionen. Der neue Faschismus entsteht nicht gegen die Demokratie, sondern in ihr und durch sie: Er instrumentalisiert demokratische Sprache und Wahlsiege, um die liberale Ordnung von innen auszuhöhlen. Ausgehend vom Konzept des demokratischen Faschismus (Amlinger/Nachtwey 2025) analysiert das Seminar dieses Spektrum soziologisch. Im Mittelpunkt stehen die Bivalenz faschistischer Rhetorik — ihre Fähigkeit, in demokratischer Sprache faschistische Affekte zu transportieren —, die sozialen Grundlagen destruktiver Mentalitäten sowie die Frage, was eine so heterogene Koalition aus Tech-Milliardären, christlichen Nationalisten, Paläolibertären und nativistischen Basisbewegungen überhaupt zusammenhält. Dabei wird der US-amerikanische Fall nicht isoliert betrachtet, sondern als besonders zugespitzte Ausprägung eines transnationalen Rechtsrucks, dessen Dynamiken sich — mit Unterschieden — auch in Europa beobachten lassen. Das Seminar verbindet klassische Faschismustheorie (Adorno, Fromm, Paxton, Bloch) mit zeitgenössischer soziologischer und politikwissenschaftlicher Analyse. Empirische Grundlage bilden neben theoretischen Texten auch Primärquellen — Reden, Programmdokumente, Interviews — aus dem MAGA-Spektrum. |
| Literatur | Amlinger / Nachtwey: Zerstörungslust. Elemente des demokratischen Faschismus (2025), Berlin, Suhrkamp |
| Bemerkungen | Da das Seminar auf die Schulung analytischer Lektürefähigkeiten ausgerichtet ist, wird auf digitale Endgeräte verzichtet. Die Arbeit am gedruckten Text unterstützt eine konzentrierte Lektüre, das sorgfältige Annotieren und die vertiefte Analyse komplexer Argumentationen. |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| Einsatz digitaler Medien | kein spezifischer Einsatz |
| Intervall | Wochentag | Zeit | Raum |
|---|---|---|---|
| wöchentlich | Mittwoch | 10.15-12.00 | Soziologie, Hörsaal 215 |
| Datum | Zeit | Raum |
|---|---|---|
| Mittwoch 16.09.2026 | 10.15-12.00 Uhr | Soziologie, Hörsaal 215 |
| Mittwoch 23.09.2026 | 10.15-12.00 Uhr | Soziologie, Hörsaal 215 |
| Mittwoch 30.09.2026 | 10.15-12.00 Uhr | Soziologie, Hörsaal 215 |
| Mittwoch 07.10.2026 | 10.15-12.00 Uhr | Soziologie, Hörsaal 215 |
| Mittwoch 14.10.2026 | 10.15-12.00 Uhr | Soziologie, Hörsaal 215 |
| Mittwoch 21.10.2026 | 10.15-12.00 Uhr | Soziologie, Hörsaal 215 |
| Mittwoch 28.10.2026 | 10.15-12.00 Uhr | Soziologie, Hörsaal 215 |
| Mittwoch 04.11.2026 | 10.15-12.00 Uhr | Soziologie, Hörsaal 215 |
| Mittwoch 11.11.2026 | 10.15-12.00 Uhr | Soziologie, Hörsaal 215 |
| Mittwoch 18.11.2026 | 10.15-12.00 Uhr | Soziologie, Hörsaal 215 |
| Mittwoch 25.11.2026 | 10.15-12.00 Uhr | Soziologie, Hörsaal 215 |
| Mittwoch 02.12.2026 | 10.15-12.00 Uhr | Soziologie, Hörsaal 215 |
| Mittwoch 09.12.2026 | 10.15-12.00 Uhr | Soziologie, Hörsaal 215 |
| Mittwoch 16.12.2026 | 10.15-12.00 Uhr | Soziologie, Hörsaal 215 |
| Module |
Modul: Gesellschaftskonflikte: Ungleichheit, Institutionen, Diskurs (Master Studienfach: Soziologie) Modul: Ungleichheit, Konflikt, Kultur (Master Studienfach: Soziologie (Studienbeginn vor 01.08.2026)) |
| Prüfung | Lehrveranst.-begleitend |
| Hinweise zur Prüfung | - |
| An-/Abmeldung zur Prüfung | Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich |
| Wiederholungsprüfung | keine Wiederholungsprüfung |
| Skala | Pass / Fail |
| Belegen bei Nichtbestehen | nicht wiederholbar |
| Zuständige Fakultät | Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch |
| Anbietende Organisationseinheit | Fachbereich Soziologie |