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| Semester | Herbstsemester 2026 |
| Angebotsmuster | einmalig |
| Dozierende | Theres Inauen (theres.inauen@unibas.ch, BeurteilerIn) |
| Inhalt | Die Lehrveranstaltung knüpft an zwei Erfahrungen an, die wohl die meisten Studierenden der Kulturanthropologie kennen: Erstens: «Agency», «Habitus», «Diskurs», «Kultur», «Tradition», «Performativität», «Raum» oder «Emotion» – wer Kulturanthropologie studiert, ist diesen und vielen weiteren theoretischen Konzepten und Ansätzen bestimmt schon häufig begegnet, hat sich mit einigen möglicherweise vertieft auseinandergesetzt oder diese in einem eigenen Forschungsprojekt angewendet. Wieder andere tauchen da und dort in einem Text oder einer Diskussion auf, und werden dabei häufig so selbstverständlich «gedroppt», dass ein Nachfragen kaum möglich scheint. Zweitens: Kulturanthropologie hat den Anspruch, im Alltag Selbstverständliches und Unhinterfragbares, alltägliche Situationen, Praktiken und Phänomene zum wissenschaftlichen Untersuchungsgegenstand zu machen. Das klingt im ersten Moment ganz «einfach»; wenn es dann aber um das Formulieren einer kulturanthropologischen Fragestellung geht, wenn das empirisch erhobene Material mit theoretischen Ansätzen analysiert und interpretiert werden will, entstehen jedoch häufig viele Fragezeichen und Unsicherheiten. Wie arbeiten Kulturanthropolog*innen eigentlich mit Theorie(n) und theoretischen Konzepten? Wie stehen in diesem Fach, das sich auch «Empirische Kulturwissenschaft» nennt, Empirie und Theorie zueinander, und wie hat sich das in der Geschichte des Fachs verändert? Wie nähere ich mich denjenigen theoretischen Ansätzen, die möglicherweise für das Verstehen eines untersuchten Phänomens interessant sein könnten? Und welches sind schliesslich konkrete Schritte, Strategien und Modi für eine kulturtheoretische Argumentation? Diese und weitere «grundlegende» Fragen tauchen häufig erst im Laufe des Aufbaustudiums und im Zuge der Erarbeitung von eigenen Forschungsprojekten und Seminararbeiten auf; anstatt sie alleine vor sich herzuschieben, widmen wir uns ihnen in dieser Lehrveranstaltung gemeinsam. Wir setzen uns ausgehend vom 2020 erschienenen Arbeitsbuch «Kulturtheoretisch argumentieren» vertieft mit ausgewählten kulturtheoretischen Ansätzen auseinander und diskutieren deren Anwendung in konkreten Forschungsprojekten. Dabei beschäftigen wir uns nicht nur mit den jeweils fokussierten Theorien, sondern immer auch damit, welche Vorschläge die Autor*innen konkret für das kulturtheoretische Argumentieren formulieren. Darauf aufbauend entwickeln alle Studierenden eigene Ideen für mögliche empirische Forschungsprojekte, in denen sie mit einem ausgewählten theoretischen Konzept arbeiten. Ziel ist es, uns im Laufe des Semesters gemeinsam eine Art «Anleitung» zu erarbeiten, wie wir uns in Zukunft (vielleicht noch weitgehend) unbekannten theoretischen Ansätzen annähern und diese für eigene kulturanthropologische Analysen produktiv machen können. |
| Lernziele | - Die Studierenden setzen sich mit dem spezifischen Verhältnis von Empirie und Theorie in kulturanthropologischen Forschungsprozessen auseinander und können dieses vor dem Hintergrund der Geschichte des Fachs erläutern. - Die Studierenden setzen sich mit einigen fürs Fach zentralen kulturtheoretischen Ansätzen vertieft auseinander und können diese in Ideen für eigene Forschungsprojekte übersetzen. - Die Studierenden tragen im Laufe des Semesters wichtige Überlegungen fürs kulturtheoretische Argumentieren zusammen und halten ihre persönlichen Erkenntnisse in einer abschliessenden Reflexion fest. |
| Literatur | Eine ausführliche Literaturliste wird zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben. - Heimerdinger, Timo, Markus Tauschek (Hg.): Kulturtheoretisch argumentieren. Ein Arbeitsbuch. Münster 2020. - Bischoff, Christine, Karoline Oehme-Jüngling, Walter Leimgruber (Hg.): Methoden der Kulturanthropologie. Bern 2014. |
| Bemerkungen | Die Lehrveranstaltung wurde in ähnlicher Form bereits im HS 2025 angeboten; Studierende, die die Übung 76004-01 belegt haben, sind ausdrücklich eingeladen, auch an dieser Lehrveranstaltung teilzunehmen und in Absprache mit Theres vertiefende und weiterführende Themen und Fragen zu bearbeiten. |
| Teilnahmevoraussetzungen | Grundstudium abgeschlossen. Die Teilnehmenden werden nach Fachrichtung, Studiengang und in der Reihenfolge ihrer Anmeldung auf die Liste gesetzt. Wer im Rahmen von Auslandaufenthalten und von Austauschprogrammen in Basel studiert wird unabhängig vom Listenplatz immer aufgenommen. Wer in der ersten Sitzung unentschuldigt fehlt, kann die Lehrveranstaltung nicht besuchen. Pro Lehrveranstaltung mit zwei Semesterwochenstunden sind maximal zwei entschuldigte Absenzen möglich. Siehe Merkblatt zum Umgang mit Absenzen und Sonderregelungen: https://kulturwissenschaft.philhist.unibas.ch/fileadmin/user_upload/kulturwissenschaft/Dokumente/Studium/Merkblaetter_allgemein/B_absenzen-sonderregelungen_24-01.pdf. |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| Einsatz digitaler Medien | kein spezifischer Einsatz |
| Intervall | Wochentag | Zeit | Raum |
|---|---|---|---|
| wöchentlich | Donnerstag | 14.15-16.00 | Alte Universität, Seminarraum 207 |
| Datum | Zeit | Raum |
|---|---|---|
| Donnerstag 17.09.2026 | 14.15-16.00 Uhr | Alte Universität, Seminarraum 207 |
| Donnerstag 24.09.2026 | 14.15-16.00 Uhr | Alte Universität, Seminarraum 207 |
| Donnerstag 01.10.2026 | 14.15-16.00 Uhr | Alte Universität, Seminarraum 207 |
| Donnerstag 08.10.2026 | 14.15-16.00 Uhr | Alte Universität, Seminarraum 207 |
| Donnerstag 15.10.2026 | 14.15-16.00 Uhr | Alte Universität, Seminarraum 207 |
| Donnerstag 22.10.2026 | 14.15-16.00 Uhr | Alte Universität, Seminarraum 207 |
| Donnerstag 29.10.2026 | 14.15-16.00 Uhr | Alte Universität, Seminarraum 207 |
| Donnerstag 05.11.2026 | 14.15-16.00 Uhr | Alte Universität, Seminarraum 207 |
| Donnerstag 12.11.2026 | 14.15-16.00 Uhr | Alte Universität, Seminarraum 207 |
| Donnerstag 19.11.2026 | 14.15-16.00 Uhr | Alte Universität, Seminarraum 207 |
| Donnerstag 26.11.2026 | 14.15-16.00 Uhr | Alte Universität, Seminarraum 207 |
| Donnerstag 03.12.2026 | 14.15-16.00 Uhr | Alte Universität, Seminarraum 207 |
| Donnerstag 10.12.2026 | 14.15-16.00 Uhr | Alte Universität, Seminarraum 207 |
| Module |
Modul: Kulturtechnische Dimensionen (Master Studiengang: Kulturtechniken) Modul: Methoden und Felder der Kulturanthropologie (Bachelor Studienfach: Kulturanthropologie) Modul: Research Lab Kulturanthropologie (Master Studienfach: Kulturanthropologie) Modul: Spezialisierung «Geschichte und Polititsche Bildung» (Masterstudium: Fachdidaktik) Modul: Theorien der Kulturanthropologie (Bachelor Studienfach: Kulturanthropologie) Modul: Theorien und Methodologien der Kulturanthropologie (Master Studienfach: Kulturanthropologie) Modul: Transfer: Europa interdisziplinär (Master Studiengang: Europäische Geschichte in globaler Perspektive ) |
| Prüfung | Lehrveranst.-begleitend |
| Hinweise zur Prüfung | - Gründliche Vorbereitung der Pflichtlektüre - Regelmässige und aktive Teilnahme an der Veranstaltung, Mitgestaltung der Sitzungen in Form von kurzen Beiträgen und Engagement in den Diskussionen - Erarbeitung und Präsentation eines ausgewählten kulturtheoretischen Ansatzes und Entwicklung einer Idee für ein eigenes Forschungsprojekt aufgrund eigener Recherchen und vertiefender Lektüre (in Gruppen) - Abschliessende schriftliche Reflexion oder Erarbeitung eines Konzepts für eine anschliessende Seminararbeit (individuell) |
| An-/Abmeldung zur Prüfung | Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich |
| Wiederholungsprüfung | keine Wiederholungsprüfung |
| Skala | Pass / Fail |
| Belegen bei Nichtbestehen | nicht wiederholbar |
| Zuständige Fakultät | Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch |
| Anbietende Organisationseinheit | Fachbereich Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie |