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| Semester | Herbstsemester 2026 |
| Angebotsmuster | unregelmässig |
| Dozierende | Roland Johannes Becker-Lenz (roland.becker@unibas.ch, BeurteilerIn) |
| Inhalt | Im Seminar wird eine Theorie der Sozialisations- und Bildungsprozesse des Subjekts von Hans-Josef Wagner behandelt. Diese Theorie betrachtet Bildung als ein Ergebnis der Auseinandersetzung mit Krisen, in die Subjekte zwingend im Laufe ihres Sozialisationsprozesses geraten. Es werden dabei verschiedene Krisentypen und eine Abfolge von ontogenetischen Ablösekrisen unterschieden. Wagner knüpft ganz wesentlich an die Sozialisationstheorie von Ulrich Oevermann an, der Autoren wie Mead, Freud, Piaget, Chomsky und Bourdieu in strukturalistischer Perspektive interpretiert. In der Diskussion der Theorie möchte ich ein besonderes Augenmerk darauf legen, ob und inwieweit die Ebene der Vergemeinschaftung bei der Krisenkonstellation und Krisenbewältigung eine Rolle spielt. Neben der Diskussion der Theorie werden wir uns im Seminar mit autobiographischem Anschauungsmaterial zu Krisen beschäftigen und dazu Auszüge aus sogenannten Autosoziobiographien lesen. Wir erproben dabei, inwieweit die theoretischen Kategorien und Modelle zum Verständnis des Anschauungsmaterials beitragen bzw. sich darauf beziehen lassen und werden auch über Notwendigkeiten der Weiterentwicklung der Theorie diskutieren. |
| Lernziele | Kenntnis der Bildungstheorie Wagners Fähigkeit zur kritischen Einschätzung dieser Theorie Fähigkeit zur Verbindung der Theorie mit autobiographisch dargestellten Krisenkonstellationen |
| Literatur | Hans-Josef Wagner (2004) Krise und Sozialisation. Strukturale Sozialisationstheorie II, Frankfurt a.M. Hans-Josef Wagner (2001) Sozialität und Reziprozität. Strukturale Sozialisationstheorie I, Frankfurt a.M. Eduard Louis (2025) Anleitung ein anderer zu werden. Berlin Denis Ohde (2024) Streulicht. Berlin J.D. Vance (2024) Hillbilly-Elegie. München |
| Teilnahmevoraussetzungen | Nach neuem Curriculum sind ein erfolgreicher Abschluss des Grundlagenmoduls sowie der Einführung in das Wissenschaftliche Arbeiten die Voraussetzung für den Besuch von Seminaren. |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| Einsatz digitaler Medien | kein spezifischer Einsatz |
| Intervall | Wochentag | Zeit | Raum |
|---|---|---|---|
| 14-täglich | Freitag | 14.15-18.00 | Soziologie, Hörsaal 215 |
| Datum | Zeit | Raum |
|---|---|---|
| Freitag 18.09.2026 | 14.15-18.00 Uhr | Soziologie, Hörsaal 215 |
| Freitag 02.10.2026 | 14.15-18.00 Uhr | Soziologie, Hörsaal 215 |
| Freitag 16.10.2026 | 14.15-18.00 Uhr | Soziologie, Hörsaal 215 |
| Freitag 30.10.2026 | 14.15-18.00 Uhr | Soziologie, Hörsaal 215 |
| Freitag 13.11.2026 | 14.15-18.00 Uhr | Soziologie, Hörsaal 215 |
| Freitag 27.11.2026 | 14.15-18.00 Uhr | Dies Academicus |
| Freitag 11.12.2026 | 14.15-18.00 Uhr | Soziologie, Hörsaal 215 |
| Module |
Modul: Politik, Entwicklung und soziale Ungleichheit (Bachelor Studienfach: Soziologie (Studienbeginn vor 01.08.2026)) Modul: Politische Soziologie (Bachelor Studienfach: Soziologie) Modul: Wirtschaft, Wissen und Kultur (Bachelor Studienfach: Soziologie (Studienbeginn vor 01.08.2026)) Modul: Wirtschaftssoziologie (Bachelor Studienfach: Soziologie) |
| Prüfung | Lehrveranst.-begleitend |
| Hinweise zur Prüfung | Entweder ein Referat zu Abschnitten der Theorie Wagners oder eine Vorstellung einer Krisenkonstellation in den Autosoziobiographien mit Bezügen zur Theorie. |
| An-/Abmeldung zur Prüfung | Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich |
| Wiederholungsprüfung | keine Wiederholungsprüfung |
| Skala | Pass / Fail |
| Belegen bei Nichtbestehen | beliebig wiederholbar |
| Zuständige Fakultät | Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch |
| Anbietende Organisationseinheit | Fachbereich Soziologie |