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| Semester | Herbstsemester 2026 |
| Angebotsmuster | einmalig |
| Dozierende | Erik Petry (erik.petry@unibas.ch, BeurteilerIn) |
| Inhalt | Jüdische Geschichte in der Schweiz. Was klar definiert klingt, zeigt beim näheren Hinsehen viele Fragen: Gibt es jüdische Schweizer:innen oder Schweizer Juden und Jüdinnen oder Juden und Jüdinnen in der Schweiz? Beweist ein in Augusta Raurica gefundener Ring die Anwesenheit jüdischer Personen bereits im 3. Jahrhundert in der Region Basel? Zeugen der Ritualmordvorwurf in Bern (1291) und die Verbrennung der jüdischen Gemeinde in Basel auf einer Insel im Rhein 1349 von der Gleichzeitigkeit der Schweizerisch-jüdischen Geschichte mit der europäisch-jüdischen Geschichte? Lebt die jüdische Bevölkerung ab dem 18. Jahrhundert in Endingen und Lengnau in einem Ghetto? Schaffte es erst der massive Einsatz Frankreichs und der USA, in der Schweiz eine Emanzipation der jüdischen Bevölkerung durchzusetzen? Wer war Augustin Keller? Wurde der Staat Israel in Basel gegründet? Wer war David Farbstein? Ist das Boot ab 1938 voll? Und wer zahlt für das Ticket, wenn das Boot doch noch ein Plätzchen offenbart? Wer war Saly Mayer? Und wer ist wem in der Schweiz fremd und nah? Wer ist Ruth Deifuss? Darf Bea Wyler einen Gottesdienst in der Synagoge leiten? Turnen im Jüdischen Turnverein Basel nur Juden und Jüdinnen? Was also ist Jüdische Geschichte in der Schweiz? Und finden wir auf all dies (und noch mehr) Antworten? Da es sich um einen Einführungskurs handelt, werden anhand der beispielhaft genannten Themen auch methodische Ansätze und Vorgehensweisen der Geschichte erläutert sowie die Arbeit mit Quellen und Fachliteratur eingeübt und nähergebracht. Das eigenständige Bearbeiten von Fragestellungen und das Verfassen eigener Texte gehören ebenfalls zum methodischen Teil des Programms. Neben dem Besuch des Staatsarchivs Basel-Stadt (der Termin hierfür wird im Kurs selbst festgelegt) wird es eine Tages-Exkursion ins Surbtal (Endingen und Lengnau) 2.11. geben. Weiterhin treffen wir uns zu zwei Blocktagen (Freitag, 13.11., 14-18 Uhr, Samstag, 14.11., 8-18 Uhr). Die Teilnahme an der Tages-Exkursion und an den zwei Blocktagen ist obligatorisch für das Bestehen des Kurses. |
| Literatur | Kupfer, Claude/Weingarten, Ralph: Zwischen Ausgrenzung und Integration. Geschichte und Gegenwart der Jüdinnen und Juden in der Schweiz. Zürich 1999. Lewinsky, Charles: Melnitz. München 2006. |
| Teilnahmevoraussetzungen | Ausschliesslich für Studienanfänger*innen BSF Geschichte und BSF Osteuropastudien. Die Teilnahme an der Begrüssungsveranstaltung ist obligatorisch. Beachten Sie bitte zudem, dass die Teilnahme an den Sonderterminen (z.B. Exkursionen, Archivbesuche, usw.) der Einführungskurse obligatorisch ist. |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| Einsatz digitaler Medien | kein spezifischer Einsatz |
| Intervall | Wochentag | Zeit | Raum |
|---|---|---|---|
| wöchentlich | Montag | 09.15-12.00 | Departement Geschichte, Seminarraum 1 |
| Module |
Modul: Einführung in das Geschichtsstudium (Bachelor Studiengang: Osteuropa-Studien) Modul: Einführung in das Geschichtsstudium (Bachelor Studienfach: Geschichte) |
| Prüfung | Lehrveranst.-begleitend |
| An-/Abmeldung zur Prüfung | Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich |
| Wiederholungsprüfung | keine Wiederholungsprüfung |
| Skala | Pass / Fail |
| Belegen bei Nichtbestehen | nicht wiederholbar |
| Zuständige Fakultät | Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch |
| Anbietende Organisationseinheit | Departement Geschichte |