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79621-01 - Seminar: Der moderne Embryo. Zur Wissenschaftsgeschichte des Ungeborenen (3 KP)

Semester Herbstsemester 2026
Angebotsmuster einmalig
Dozierende Caroline Arni (caroline.arni@unibas.ch, BeurteilerIn)
Inhalt Der Embryo der Gegenwart ist vieles zugleich: ein ungeborenes Kind, ein
reproduktionsmedizinisches Produkt, biologisches Forschungsmaterial oder Repräsentant von
„Leben“ schlechthin. Alle diese Deutungen setzen „den Embryo“ als ein
„biologisch-objektives Faktum“ (Barbara Duden) voraus. Dieses aber hat eine junge Geschichte.
Sie führt vom Ungeborenen der Vormoderne, das in Körper und Erfahrung der
Schwangeren eingebettet war, über die Herstellung einer davon losgelösten Entität in den
embryologischen Wachsmodellen des 19. Jahrhunderts bis hin zu den Abtreibungsdebatten der
vergangenen Jahrzehnte und gegenwärtigen bioethischen Debatten um embryonale
Stammzellen.
Diese Geschichte wollen wir im Seminar anhand von Quellentexten rekonstruieren. Ein zentrales
Anliegen des Seminars wird es sein, die verstreuten Forschungsstränge zu diesem Gegenstand
zusammenbringen. Drei thematische Felder stehen im Zentrum: erstens die
Fabrikation des Embryos als autonome Entität in der Embryologie und ihren
Visualisierungstechniken, zweitens das Aufkommen von Praktiken des Zugriffs auf diese Entität
in Medizin und Psychologie, drittens das kontroverse Postulat des „Personenstatus“ dieser
Entität in politisch-juristischen Debatten. Ausgehend von der kulturanthropologischen
Beobachtung, dass in lokal spezifischen Theorien über die Entstehung des Menschen immer
auch Gesellschaftsbilder verhandelt werden, wollen wir versuchen, diese Konzeptualisierungen
des Ungeborenen und pränatale Praktiken seit 1800 im sozial- und kulturhistorischen Kontext
der Moderne zu interpretieren.
Lernziele siehe bei Inhalt

 

Teilnahmevoraussetzungen Für Masterstudierende sowie fortgeschrittene Bachelorstudierende der Geschichte mit abgeschlossener Grundstufe (Nachweise: drei Proseminare, drei Proseminararbeiten). Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 25 beschränkt. Bei Überbelegung werden Studierende der Geschichte bevorzugt zugelassen.
Unterrichtssprache Deutsch
Einsatz digitaler Medien kein spezifischer Einsatz

 

Intervall Wochentag Zeit Raum
wöchentlich Dienstag 14.15-16.00 Departement Geschichte, Seminarraum 1

Einzeltermine

Datum Zeit Raum
Dienstag 15.09.2026 14.15-16.00 Uhr Departement Geschichte, Seminarraum 1
Dienstag 22.09.2026 14.15-16.00 Uhr Departement Geschichte, Seminarraum 1
Dienstag 29.09.2026 14.15-16.00 Uhr Departement Geschichte, Seminarraum 1
Dienstag 06.10.2026 14.15-16.00 Uhr Departement Geschichte, Seminarraum 1
Dienstag 13.10.2026 14.15-16.00 Uhr Departement Geschichte, Seminarraum 1
Dienstag 20.10.2026 14.15-16.00 Uhr Departement Geschichte, Seminarraum 1
Dienstag 27.10.2026 14.15-16.00 Uhr Departement Geschichte, Seminarraum 1
Dienstag 03.11.2026 14.15-16.00 Uhr Departement Geschichte, Seminarraum 1
Dienstag 10.11.2026 14.15-16.00 Uhr Departement Geschichte, Seminarraum 1
Dienstag 17.11.2026 14.15-16.00 Uhr Departement Geschichte, Seminarraum 1
Dienstag 24.11.2026 14.15-16.00 Uhr Departement Geschichte, Seminarraum 1
Dienstag 01.12.2026 14.15-16.00 Uhr Departement Geschichte, Seminarraum 1
Dienstag 08.12.2026 14.15-16.00 Uhr Departement Geschichte, Seminarraum 1
Dienstag 15.12.2026 14.15-16.00 Uhr Departement Geschichte, Seminarraum 1
Module Modul: Aufbau Neuere / Neueste Geschichte (Bachelor Studienfach: Geschichte)
Modul: Epochen der europäischen Geschichte: Neuere / Neueste Geschichte (Master Studiengang: Europäische Geschichte in globaler Perspektive )
Modul: Neuere / Neueste Geschichte (Master Studienfach: Geschichte)
Prüfung Lehrveranst.-begleitend
Hinweise zur Prüfung wird in der Lehrveranstaltung kommuniziert
An-/Abmeldung zur Prüfung Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich
Wiederholungsprüfung keine Wiederholungsprüfung
Skala Pass / Fail
Belegen bei Nichtbestehen nicht wiederholbar
Zuständige Fakultät Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch
Anbietende Organisationseinheit Departement Geschichte

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