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| Semester | Herbstsemester 2026 |
| Angebotsmuster | einmalig |
| Dozierende | Susanne Schmidt (susanne.schmidt@unibas.ch, BeurteilerIn) |
| Inhalt | Mitte des 20. Jahrhunderts erklärte die Psychiatrie Homosexualität zum psychischen Krankheitsbild und versprach Heilung. Im Zentrum dieses Lektürekurses steht Regina Kunzels «In the Shadow of Diagnosis: Psychiatric Power and Queer Life» (University of Chicago Press, 2024). Gestützt auf bislang unerschlossene Fallakten des St. Elizabeths Hospital in Washington, D.C. – darunter Selbstaufzeichnungen, die Patient:innen auf Anregung des Psychiaters Benjamin Karpman verfassten – untersucht Kunzel die Begegnung zwischen Psychiatrie und queeren und gendernonkonformen Menschen in den USA vom frühen 20. Jahrhundert bis zur Streichung der Homosexualität aus dem Diagnostischen und Statistischen Handbuch Psychischer Störungen (DSM) im Jahr 1973 und darüber hinaus. Sie zeigt, wie die Pathologisierung von Homosexualität zum Fundament psychiatrischer Autorität wurde, wie sie sich in die Politik des Kalten Krieges und das Leitbild der heterosexuellen Kernfamilie einschrieb – und wie jene, die «krank geschrieben» wurden, zurückschrieben: in Tagebüchern genauso wie in Fachtexten, in neuen Lebensformen und in einem aktivistischen Wissen, das der Diagnose widersprach. Ergänzend zur gemeinsamen Lektüre von Kunzels Buch beschäftigen wir uns vertieft mit der Geschichte der christlichen Konversionstherapie – ein Thema, das angesichts der aktuellen Verbotsdebatten in der Schweiz von unmittelbarer Relevanz ist. Teilnahmevoraussetzung ist die eigenständige Anschaffung eines gedruckten Exemplars von Kunzels Buch; jede Ausgabe der University of Chicago Press ist geeignet. HINWEIS: **Die maximale Teilnehmer:innenzahl ist erreicht (07.08.2025). Anmeldungen nach dem 07.08. werden auf eine Warteliste gesetzt. Sollten Plätze frei werden, erhalten Sie eine Benachrichtigung.** |
| Literatur | Regina Kunzel, «In the Shadow of Diagnosis: Psychiatric Power and Queer Life» (Chicago: University of Chicago Press, 2024) |
| Bemerkungen | Auftaktsitzung: 16.9., 10:15–12 Uhr. Blocksitzungen: 23.10, 10:15–18 Uhr; 24.10., 10:15–14 Uhr; 4.12., 10:15–18 Uhr; 5.12., 10:15–14 Uhr. |
| Teilnahmevoraussetzungen | Studierende der Geschichte aller Studienstufen sowie Studierende anderer Studienfächer, in deren Module die Übung verknüpft ist. Bei Überbelegung werden Studierende der Geschichte bevorzugt zugelassen. |
| Anmeldung zur Lehrveranstaltung | Die Teilnehmer:innenzahl ist auf 20 Personen begrenzt. |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| Einsatz digitaler Medien | kein spezifischer Einsatz |
| Intervall | Wochentag | Zeit | Raum |
|---|---|---|---|
| unregelmässig | Siehe Einzeltermine | ||
| Datum | Zeit | Raum |
|---|---|---|
| Mittwoch 16.09.2026 | 10.15-12.00 Uhr | Deutsches Seminar, Seminarraum 5 |
| Freitag 23.10.2026 | 10.15-18.00 Uhr | Deutsches Seminar, Seminarraum 5 |
| Samstag 24.10.2026 | 10.15-14.00 Uhr | Departement Geschichte, Seminarraum 2 |
| Freitag 04.12.2026 | 10.15-18.00 Uhr | Departement Geschichte, Seminarraum 2 |
| Samstag 05.12.2026 | 10.15-14.00 Uhr | Departement Geschichte, Seminarraum 2 |
| Module |
Modul: Reflexion, Methodik, Praxis (Master Studiengang: Europäische Geschichte in globaler Perspektive ) Modul: Zentrale Fragen und Debatten der Geschlechterforschung (Bachelor Studienfach: Geschlechterforschung) Wahlbereich Bachelor Geschichte: Empfehlungen (Bachelor Studienfach: Geschichte) Wahlbereich Master Geschichte: Empfehlungen (Master Studienfach: Geschichte) |
| Prüfung | Lehrveranst.-begleitend |
| An-/Abmeldung zur Prüfung | Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich |
| Wiederholungsprüfung | keine Wiederholungsprüfung |
| Skala | Pass / Fail |
| Belegen bei Nichtbestehen | nicht wiederholbar |
| Zuständige Fakultät | Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch |
| Anbietende Organisationseinheit | Departement Geschichte |