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| Semester | Herbstsemester 2026 |
| Angebotsmuster | einmalig |
| Dozierende | Laura Indorato (laura.indorato@unibas.ch, BeurteilerIn) |
| Inhalt | Unter dem Titel «Freie Sicht aufs Mittelmeer» stellte die Kuratorin Bice Curiger 1998 im Kunsthaus Zürich junge Künstlerinnen und Künstler aus der Schweiz aus. Die Werke der über 120 Positionen erstreckten sich über sämtliche Geschosse des Kunsthauses und waren teilweise in die Sammlungspräsentation eingegliedert. Der Titel stand dabei als Metapher für eine unübersichtlich gewordene künstlerische Produktion in der Schweiz. Er diente als Projektionsfläche für die Vorstellung von Offenheit, Mobilität und Leichtigkeit, entsprungen aus einer von Curiger als «anti-heroisch» beschriebenen Haltung aus der Zürcher Subkultur der 1970er Jahre. «Freie Sicht aufs Mittelmeer» gilt heute als eine der wichtigsten Ausstellungen Schweizer Gegenwartskunst der jüngsten Zeit. Dabei bezog die «freie Sicht» ihre Plausibilität aus mindestens drei historischen Schichten, die in der Schau jedoch nicht explizit benannt wurden: Italiens klassische Kultur als Gegenraum zur protestantischen Schweiz, den kunst- und architekturdiskursiven Verflechtungen der 1970er und 1980er Jahre (etwa durch die Arte Povera, die Transvanguardia oder die Postmoderne) sowie der sozialen Realität der italienischen Migration seit den 1950er Jahren. Zusammengenommen erzeugten diese Schichten einen Resonanzraum, der die metaphorische Öffnung zum Mittelmeer in den 1990er Jahren als naheliegend erscheinen liess. Ebendiesen Auslassungen und blinden Flecken widmet sich das Seminar. Im Fokus stehen Aspekte aus Kunst und Architektur, in welchen die geografische und kulturelle Trennung durch die Alpen thematisiert und problematisiert wird. Dabei wird der Blick sowohl auf Ausstellungspraktiken (z. B. Jean-Christophe Ammann im Kunstmuseum Luzern und in der Kunsthalle Basel) wie auf spezifische Positionen aus Kunst (z. B. Hannah Villiger, Fischli/Weiss) und Architektur (z. B. Aldo Rossi, Peter Märkli) zu richten sein. Ergänzt durch kleinere Exkurse in Literatur und Film (z. B. Annemarie Schwarzenbach, Max Frisch oder Alexander J. Seiler, Rolf Lyssy), soll die Relevanz Italiens für die Schweizer Gegenwartskunst und Architektur ermittelt und kritisch diskutiert werden. |
| Literatur | Eine Lektüreliste und weiterführende Literaturempfehlungen werden zu Beginn des Semesters bekanntgegeben. |
| Teilnahmevoraussetzungen | Für den Besuch der Seminare sollte das Grundstudium abgeschlossen sein. |
| Anmeldung zur Lehrveranstaltung | Anmeldung über MOnA notwendig (services.unibas.ch). |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| Einsatz digitaler Medien | kein spezifischer Einsatz |
| Intervall | Wochentag | Zeit | Raum |
|---|---|---|---|
| wöchentlich | Montag | 12.15-14.00 | Kunstgeschichte, Seminarraum 1. Stock 131 |
| Module |
Modul: Epochenübergreifende Fragestellungen (Bachelor Studienfach: Kunstgeschichte) Modul: Moderne / Gegenwart (Bachelor Studienfach: Kunstgeschichte) Modul: Profil: Moderne (Master Studiengang: Kunstgeschichte und Bildtheorie) Modul: Werk und Kontext (Master Studiengang: Kunstgeschichte und Bildtheorie) Modul: Werk und Kontext (Master Studienfach: Kunstgeschichte) |
| Prüfung | Lehrveranst.-begleitend |
| Hinweise zur Prüfung | Regelmässige und aktive Teilnahme, vorbereitende Textlektüren, Referate/Essays, Textbesprechungen. |
| An-/Abmeldung zur Prüfung | Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich |
| Wiederholungsprüfung | keine Wiederholungsprüfung |
| Skala | Pass / Fail |
| Belegen bei Nichtbestehen | nicht wiederholbar |
| Zuständige Fakultät | Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch |
| Anbietende Organisationseinheit | Fachbereich Kunstgeschichte |