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| Semester | Herbstsemester 2026 |
| Angebotsmuster | einmalig |
| Dozierende | Stephan Rindlisbacher (stephan.rindlisbacher@unibas.ch, BeurteilerIn) |
| Inhalt | Der Südkaukasus und Zentralasien spielen heute eine wichtige Rolle für die europäische Politik, etwa in Energiefragen oder im Zusammenhang mit Chinas «Neuer Seidenstrasse». Lange fanden sie in Europa jedoch nur wenig Beachtung. Die Übung bietet einen vergleichenden Überblick und eine Einführung in die vertiefte Auseinandersetzung mit der Geschichte beider Regionen. Ab dem 19. Jahrhundert gerieten zunächst der Südkaukasus und später Zentralasien unter die Herrschaft des Russischen Reiches. Im «kurzen 20. Jahrhundert» waren beide Regionen integrale Bestandteile der Sowjetunion. Die Macht des jeweiligen Zentrums stiess jedoch an räumliche und topografische Grenzen. Insbesondere Gebirge – der Kleine und der Grosse Kaukasus, der Pamir und der Tian-Schan – stellten die imperiale Herrschaftsausübung vor grosse Herausforderungen. Hinzu kam, dass beide Regionen von ethnisch, sprachlich und kulturell vielfältigen Bevölkerungen geprägt waren, die sich deutlich vom Zentrum unterschieden. Über die «Epochengrenze» von 1917 hinweg bietet die Übung einen vergleichenden Überblick über beide Regionen sowie über ihre geografische, sprachliche, wirtschaftliche und kulturelle Vielfalt. Auf der Grundlage deutsch-, französisch- und englischsprachiger Studien untersucht sie imperiale Herrschaftsformen und lokale Handlungsmöglichkeiten und diskutiert diese kritisch. Kenntnisse regionaler Sprachen sind willkommen, aber keine Voraussetzung. |
| Literatur | - Gero Fedtke, Roter Orient. Muslimkommunisten und Bolschewiki in Turkestan (1917-1924), Köln 2020. - Krista A. Goff, Nested Nationalism. Making and Unmaking Nations in the South Caucasus, Ithaca 2020. - Vladimir Hamed-Troyansky, Empire of Refugees. North Caucasian Muslims and the Late Ottoman State, Stanford 2024. - Adeeb Khalid, Central Asia. A New History from the Imperial Conquests to the Present, Princeton 2021. - Alexander Morrison, The Russian Conquest of Central Asia. A Study in Imperial Expansion, 1814–1914, Cambridge 2021. - Etienne Peyrat, Histoire du Caucase au XXe siècle, Paris 2020. |
| Teilnahmevoraussetzungen | Studierende der Geschichte aller Studienstufen sowie Studierende anderer Studienfächer, in deren Module die Übung verknüpft ist. Bei Überbelegung werden Studierende der Geschichte bevorzugt zugelassen. Die Teilnahme an der ersten Sitzung ist grundsätzlich obligatorisch. Abwesenheiten an der ersten Sitzung sind nur mit Abmeldung und aus triftigen Gründen möglich. |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| Einsatz digitaler Medien | kein spezifischer Einsatz |
| Intervall | Wochentag | Zeit | Raum |
|---|---|---|---|
| wöchentlich | Montag | 16.15-18.00 | Departement Geschichte, Seminarraum 4 |
| Module |
Modul: Areas: Osteuropa (Master Studiengang: Europäische Geschichte in globaler Perspektive ) Modul: Basis Osteuropäische Geschichte (Bachelor Studiengang: Osteuropa-Studien) Modul: Europäisierung und Globalisierung (Masterstudium: European Global Studies) Modul: Osteuropäische Geschichte: Räume und Epochen (Master Studienfach: Osteuropäische Geschichte) Wahlbereich Bachelor Geschichte: Empfehlungen (Bachelor Studienfach: Geschichte) Wahlbereich Master Geschichte: Empfehlungen (Master Studienfach: Geschichte) |
| Prüfung | Lehrveranst.-begleitend |
| An-/Abmeldung zur Prüfung | Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich |
| Wiederholungsprüfung | keine Wiederholungsprüfung |
| Skala | Pass / Fail |
| Belegen bei Nichtbestehen | nicht wiederholbar |
| Zuständige Fakultät | Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch |
| Anbietende Organisationseinheit | Departement Geschichte |