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80629-01 - Seminar: Synthetische Bilder. Visuelle Medien als Produkte und Werkzeuge der chemischen Industrie (3 KP)

Semester Herbstsemester 2026
Angebotsmuster einmalig
Dozierende Stephan Graf (stephan.graf@unibas.ch, BeurteilerIn)
Inhalt Gäbe es visuelle Medien wie Fotografie oder Film ohne die chemische Industrie? Und umgekehrt: Ist der Aufstieg der chemischen Industrie im 20. Jahrhundert ohne diese Medien überhaupt denkbar? Von synthetischen Farbstoffen in fotografischen Emulsionen, Zelluloid- oder Polyesterfilme als ihre Trägermaterialien über Entwicklerchemikalien in Fotolabors bis zu Halbleiterchips in Smartphonekameras oder Rechenzentren: Bildmedien basieren auf Produkten, die profitorientierte Unternehmen der chemischen Industrie herstellen und vermarkten. Gleichzeitig setzen diese Unternehmen Bildmedien strategisch ein, um ihre Produkte zu entwerfen oder zu kommerzialisieren.

In Fallstudien zur Industrie- und Werbefotografie, zur Ökonomie und Ökologie der Bildproduktion, zu Materialitäten und Infrastrukturen analoger und digitaler Bildmedien greifen wir auf Ansätze der Medienwissenschaft, der Wissenschafts- und Technikforschung sowie der Bild- und Medientheorie zurück, um diese doppelte Rolle visueller Medien für die chemische Industrie – als Markt und als Instrument – kritisch zu analysieren. Die Aufmerksamkeit gilt dabei nicht zuletzt der in Basel ansässigen chemischen Industrie und ihrer globalen Reichweite. Diese Basler Industrie hat sich nicht nur verschiedener Bildmedien bedient, um ihre Gebäude und Produkte (wie Farbstoffe, Kunststoffe oder Pharmazeutika) bekannt zu machen, sondern auch selbst Materialien und Apparate für Bildmedien auf den Markt gebracht (wie das Farbfotopapier Cibachrome oder den Fernsehgrossprojektor Eidophor). Exkursionen an die heutigen und früheren Standorte der Chemie- und Pharmaunternehmen in Basel sind im Rahmen des Seminars vorgesehen.
Lernziele Studierende lernen
- Verbindungen zwischen ökonomischen Prozessen und visueller Kultur aufzuzeigen
- chemisch-materielle Grundlagen visueller Medien in Bezug zu ihren ökonomischen, ökologischen und ästhetischen Dimensionen zu analysieren
- einen kritischen Umgang mit dem vielfältigen Gebrauch visueller Medien in der chemischen Industrie zu entwickeln

 

Teilnahmevoraussetzungen abgeschlossenes Basisstudium.
Anmeldung zur Lehrveranstaltung Anmeldung über MOnA notwendig (services.unibas.ch).
Unterrichtssprache Deutsch
Einsatz digitaler Medien kein spezifischer Einsatz

 

Intervall Wochentag Zeit Raum
wöchentlich Montag 10.15-12.00 Holbeinstrasse 12, Bluebox

Einzeltermine

Datum Zeit Raum
Montag 14.09.2026 10.15-12.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Bluebox
Montag 21.09.2026 10.15-12.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Bluebox
Montag 28.09.2026 10.15-12.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Bluebox
Montag 05.10.2026 10.15-12.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Bluebox
Montag 12.10.2026 10.15-12.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Bluebox
Montag 19.10.2026 10.15-12.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Bluebox
Montag 26.10.2026 10.15-12.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Bluebox
Montag 02.11.2026 10.15-12.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Bluebox
Montag 09.11.2026 10.15-12.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Bluebox
Montag 16.11.2026 10.15-12.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Bluebox
Montag 23.11.2026 10.15-12.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Bluebox
Montag 30.11.2026 10.15-12.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Bluebox
Montag 07.12.2026 10.15-12.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Bluebox
Montag 14.12.2026 10.15-12.00 Uhr Holbeinstrasse 12, Bluebox
Module Modul: Aufbaustudium Medienökologien (Bachelor Studienfach: Medienwissenschaft)
Prüfung Lehrveranst.-begleitend
An-/Abmeldung zur Prüfung Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich
Wiederholungsprüfung keine Wiederholungsprüfung
Skala Pass / Fail
Belegen bei Nichtbestehen nicht wiederholbar
Zuständige Fakultät Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch
Anbietende Organisationseinheit Fachbereich Medienwissenschaft

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