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| Semester | Frühjahrsemester 2010 |
| Angebotsmuster | einmalig |
| Dozierende | Sarah Schilliger (sarah.schilliger@unibas.ch, BeurteilerIn) |
| Inhalt | Mit Hilfe welcher Theorien und methodischer Perspektiven lassen sich aktuelle, oft zirkuläre, häufig illegalisierte und zunehmend feminisierte Migrationsbewegungen erfassen und analysieren? In der Geschlechter- und Migrationsforschung werden gegenwärtig zwei Paradigmen kontrovers diskutiert: a) Das Intersektionalitätsparadigma theoretisiert die Verwobenheit und das Zusammenwirken verschiedener Differenzkategorien respektive Dimensionen sozialer Ungleichheit und Herrschaft: Es fragt danach, wie sich Geschlechterverhältnisse, Klassenverhältnisse und Konfigurationen von Ethnizität / Rasse ineinander verschränken. b) Das Transnationalisierungsparadigma überwindet das in der Migrationsforschung vorherrschende binäre Modell von Emigration und Immigration, von push- und pull-Faktoren und macht auf die länderübergreifenden Praktiken von Migrant/innen aufmerksam. Das Pendeln zwischen Hier und Dort und die Errichtung transnationaler Netzwerke gilt dabei als eine Lebenspraxis der zwei Standbeine als eine Überlebensstrategie von Migrant/innen, die oft sowohl am Herkunfts- wie am Wohnort unter prekären Bedingungen leben. Wir verschaffen uns im Proseminar einen Überblick über die unterschiedlichen theoretischen Konzeptionen und versuchen, am Beispiel verschiedener Untersuchungsfelder intersektionelle und transnationale Analysen zu erproben. Dazu verwenden wir u.a. Datenmaterial aus zwei laufenden Forschungsprojekten zu Sans-Papiers in der Schweiz (Härtefallpraxis und Sans-Papiers in Privathaushalten), die momentan unter studentischer Mitwirkung am Institut für Soziologie durchgeführt werden. |
| Literatur | Basch, Linda, Nina Glick Schiller and Cristina Szanton-Blanc (1994): Nations Unbound: Transnational Projects, Postcolonial Predicaments and Deterritorialized Nation-States. Routledge. Klinger, Cornelia und Gudrun Axeli Knapp (Hg.) (2008): ÜberKreuzungen. Fremdheit, Ungleichheit, Differenz. Westfälisches Dampfboot. Lutz, Helma (Hg.) (2009): Gender Mobil? Geschlecht und Migration in transnationalen Räumen. Westfälisches Dampfboot. Transit Migration Forschungsgruppe (Hg.) (2007): Turbulente Ränder. Neue Perspektiven auf Migration an den Grenzen Europas. Transcript Verlag. |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| Einsatz digitaler Medien | Online-Angebot fakultativ |
| HörerInnen willkommen |
| Intervall | Wochentag | Zeit | Raum |
|---|
Keine Einzeltermine verfügbar, bitte informieren Sie sich direkt bei den Dozierenden.
| Module |
Modul Politik, Entwicklung und soziale Ungleichheit (Bachelor Studienfach: Soziologie) Modul Raum/Bewegung (Bachelor Studienfach: Gesellschaftswissenschaften) Modul Wirtschaft, Wissen und Kultur (Bachelor Studienfach: Soziologie) |
| Prüfung | Lehrveranst.-begleitend |
| Hinweise zur Prüfung | Referat |
| An-/Abmeldung zur Prüfung | Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich |
| Wiederholungsprüfung | keine Wiederholungsprüfung |
| Skala | Pass / Fail |
| Belegen bei Nichtbestehen | nicht wiederholbar |
| Zuständige Fakultät | Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch |
| Anbietende Organisationseinheit | Institut für Soziologie |