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Semester | Frühjahrsemester 2010 |
Angebotsmuster | einmalig |
Dozierende | Claudia Opitz Belakhal (claudia.opitz@unibas.ch, BeurteilerIn) |
Inhalt | Die Beziehungen zwischen Europa und Afrika, die schon seit Jahrhunderten etabliert, aber regional deutlich begrenzt waren, intensivierten sich im Laufe des 18. Jahrhunderts erheblich. Nicht zuletzt wegen des berüchtigten "atlantischen Dreieckshandels", durch den europäische Handelswaren nach (v.a. West-)Afrika gelangten, die dort gegen Sklavinnen und Sklaven eingetauscht wurden, welche ihrerseits nach Nord- und Mittelamerika verschleppt wurden, wuchs das Interesse an den Ressourcen des afrikanischen Kontinents rapide an. Forschungsreisen in das Innere des "dunklen Kontinents" wurden zu einer der grossen Herausforderungen der Zeit. Gleichzeitig intensivierte sich in Europa die Debatte um Sklaverei und Tyrannei und die Verschleppung afrikanischer Zwangsarbeiter in die amerikanischen Kolonien wurde in den Mutterländern skandalisiert. Sklavenbefreiung und Frauenbefreiung wurden erstmals in grösserem Stil zusammengedacht und öffentlich debattiert. Aber es gab auch "Erfolgsgeschichten" von (einigen wenigen) freigelassenen Afrikanern und Afrikanerinnen, die den Europäern auf gleicher Augenhöhe begegneten. Ihnen standen etwa die verniedlichten "Hofmohren" gegenüber, durch deren Präsenz sich der europäische Hochadel einen Hauch von Exotismus zu verschaffen suchte. Gleichzeitig verfestigte sich in der entstehenden Anthropologie die Vorstellung, dass die "primitiven" Afrikaner gegenüber den zivilisierten Europäern deutlich minderwertig seien - eine Form des wissenschaftlichen Rassismus also, der in krassem Missverhältnis zur gleichzeitig propagierten Vorstellung von der "natürlichen Gleichheit" des Menschen stand. Im Seminar wird es darum gehen, diesen vielfältigen und z.T. auch sehr widersprüchlichen Repräsentationen afrikanischer Menschen und ihres Herkunftskontinents nachzugehen und dabei auch zu fragen, welche kulturellen, nationalen und ggf. auch Geschlechtsunterschiede in diesen Rezeptions- und Repräsentationsformen enthalten sind. |
Literatur | Literatur wird in der Veranstaltung angegeben. |
Bemerkungen | - Zielgruppe: Für fortgeschrittene Studierende der Geschichte und der African Studies sowie der Gender Studies. |
Teilnahmevoraussetzungen | Abgeschlossene Grund- oder Proseminarstufe Geschichte. Anmeldung über www.isis.unibas.ch ist obligatorisch. |
Anmeldung zur Lehrveranstaltung | Anmeldung über www.isis.unibas.ch ist obligatorisch. |
Unterrichtssprache | Deutsch |
Einsatz digitaler Medien | Online-Angebot fakultativ |
Intervall | Wochentag | Zeit | Raum |
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Keine Einzeltermine verfügbar, bitte informieren Sie sich direkt bei den Dozierenden.
Module |
Aufbaumodul Frühe Neuzeit (Bachelor Studienfach: Geschichte) Modul Ereignisse, Prozesse, Zusammenhänge (Master Studienfach: Geschichte) Modul Frühe Neuzeit (Master Studienfach: Geschichte) Modul History (Master Studiengang: African Studies) Modul Internationales Zusatzwissen (Master European Studies) Modul Kommunikation und Vermittlung historischer Erkenntnisse (Master Studienfach: Geschichte) Modul Methoden und Diskurse historischer Forschung (Master Studienfach: Geschichte) |
Prüfung | Lehrveranst.-begleitend |
Hinweise zur Prüfung | Leistungsüberprüfung: Aktive Teilnahme. |
An-/Abmeldung zur Prüfung | Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich |
Wiederholungsprüfung | keine Wiederholungsprüfung |
Skala | Pass / Fail |
Belegen bei Nichtbestehen | nicht wiederholbar |
Zuständige Fakultät | Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch |
Anbietende Organisationseinheit | Historisches Seminar |