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| Semester | Herbstsemester 2026 |
| Angebotsmuster | einmalig |
| Dozierende |
Martin A. Guggisberg (martin-a.guggisberg@unibas.ch, BeurteilerIn)
Pauline Maillard (pauline.maillard@unibas.ch) |
| Inhalt | Bereits im 2. Jahrtausend v. Chr. nutzten griechische und levantinische Seefahrer das Mittelmeer als wichtigen Verkehrsraum. Vor allem im Osten entstand ein dichtes Netz von wechselseitigen Handelsbeziehungen, an dem auch weitere Partner wie Ägypten und Zypern beteiligt waren. Im 1. Jahrtausend v. Chr. verdichteten sich die Beziehungen und die Interessenssphären dehnten sich weiter nach Westen aus. Der Legende nach gründete die phönizische Prinzessin Dido im Jahr 814 v. Chr. Karthago, die Hauptstatt des späteren punischen Reiches. Mit seinem Klassiker «La Méditerrannée et le monde méditerranéen à l’epoque de Philippe II» hat Philippe Braudel 1949 ein bahnbrechendes Konzept des Mittelmeerraumes als eines gemeinsamen Kulturraumes seiner Anwohnerinnen und Anwohner etabliert, das die Forschung bis heute prägt. Ausgehend von diesem Konzept wird der Blick in der Vorlesung auf die kulturelle Interaktion zwischen den «Phöniziern» und den «Griechen» gerichtet, von der Bronzezeit bis ins Zeitalter Alexanders des Grossen. Ziel ist es, das besondere kulturelle Potential dieser zwischen Kooperation und Konkurrenz schwankenden Konstellation zu ergründen. Neben kulturellen Errungenschaften wie dem griechischen Alphabet oder der sog. Orientalisierenden Kunst wird die Frage diskutiert, wer denn die «Phönizier» überhaupt waren und wie sich ihre Ausbreitung über Zypern und Nordafrika bis nach Spanien in der materiellen Hinterlassenschaft, aber auch durch jüngst möglich gewordene naturwissenschaftliche Analysen (aDNA) nachweisen lässt. Ein weiterer Schwerpunkt gilt der Interaktion von Griechen und Phöniziern im 5. und 4. Jahrhundert. v. Chr., als griechische Bildhauer für phönizische Könige Meisterwerken wie den Alexandersarkophag aus Sidon schufen. |
| Lernziele | Überblick über die multikulturellen Kommunikations- und Expansionsprozesse im Mittelmeerraum des 1. Jahrtausends v. Chr. und kritische Auseinandersetzung mit der oftmals auf die griechische Kultur fokussierten Forschungsdiskussion. |
| Literatur | J. Hall, J. F. Osborne (eds.), The connected Iron Age. Interregional networks in the Eastern Mediterranean, 900 – 600 BC. (Chicago 2022); C. López-Ruiz, Phoenicians and the making of the Mediterranean (Cambridge Mass. 2021); R. A. Stucky, Sidonische Könige während der Epoche der Achämenidenherrschaft : Königliche Selbstdarstellung im Spannungsfeld zwischen lokaler Tradition und persischer wie griechischer Kultur, in: M. Grawehr et al., Klassik – Kunst der Könige Klassik - Kunst der Könige : Kings and Greek art in the 4th century BC : Tagung an der Universität Zürich vom 18.-20. Januar 2018 (Zürich 2020) 183-192; H. Sader, The History and Archaeology of Phoenicia, Archaeology and Biblical Studies 25 (Atlanta 2019); J. Crawley-Quinn, In Search oft he Phoenicians (Princeton and Oxford, 2017) ; C. Bonnet, Les enfants de Cadmos. Le paysage religieux de la Phénicie hellénistique, (Paris 2015) ; C. Broodbank, The making of the Middle Sea. A history of the Mediterranean from the beginning to the emergence of the classical world (London 2013); I. Malkin, A small world. Networks in the Ancient Mediterranean (Oxford 2011); H. Dridi, Carthage et le monde punique (Paris 2009) ; D. Ridgway, The First Western Greeks 2(1992); Die Phönizier im Zeitalter Homers. Ausstellungskat. Hannover 1990 (Mainz 1990). |
| Bemerkungen | Die Vorlesung besteht aus unterschiedlichen Blöcken, die von M. Guggisberg und P. Maillard in deutscher und englischer Sprache präsentiert werden. Details werden in der ersten Vorlesungsstunde kommuniziert. Die Lehrveranstaltung beginnt erst in der zweiten Woche. In der ersten Vorlesungswoche finden gemeinsame Einführungsveranstaltungen für all diejenigen statt, die im Herbstsemester ein Studium der Altertumswissenschaften aufnehmen. Die Einführungsproseminare der einzelnen Fachbereiche beginnen aus Rücksicht auf diese allgemeine Einführung erst in der zweiten Semesterwoche. Die Zeiten der Proseminare dienen dafür in der ersten Woche dem obligatorischen Besuch der Einführungsveranstaltungen, welcher verteilt auf die vier Tage in einzelnen Blöcken absolviert werden kann. Alle Studierende, die im Herbstsemester ihr Studium in den Altertumswissenschaften beginnen, sind am 14.09.2026 (13:15–15:00h) zur allgemeinen Begrüssung im Hörsaal 115 im Kollegienhaus herzlich eingeladen. Im Anschluss findet für alle ein Apéro im Foyer des Rosshofs (Petersgraben 51) statt. |
| Teilnahmevoraussetzungen | Keine. Die Vorlesung richtet sich an Studierende aller Semester und kann auch von Studierenden mit nicht-altertumswissenschaftlichem Schwerpunkt besucht werden. |
| Unterrichtssprache | Deutsch |
| Einsatz digitaler Medien | kein spezifischer Einsatz |
| HörerInnen willkommen |
| Intervall | Wochentag | Zeit | Raum |
|---|---|---|---|
| wöchentlich | Mittwoch | 16.15-17.45 | Kollegienhaus, Hörsaal 114 |
| Datum | Zeit | Raum |
|---|---|---|
| Mittwoch 23.09.2026 | 16.15-17.45 Uhr | Kollegienhaus, Hörsaal 114 |
| Mittwoch 30.09.2026 | 16.15-17.45 Uhr | Kollegienhaus, Hörsaal 114 |
| Mittwoch 07.10.2026 | 16.15-17.45 Uhr | Kollegienhaus, Hörsaal 114 |
| Mittwoch 14.10.2026 | 16.15-17.45 Uhr | Kollegienhaus, Hörsaal 114 |
| Mittwoch 21.10.2026 | 16.15-17.45 Uhr | Kollegienhaus, Hörsaal 114 |
| Mittwoch 28.10.2026 | 16.15-17.45 Uhr | Kollegienhaus, Hörsaal 114 |
| Mittwoch 04.11.2026 | 16.15-17.45 Uhr | Kollegienhaus, Hörsaal 114 |
| Mittwoch 11.11.2026 | 16.15-17.45 Uhr | Kollegienhaus, Hörsaal 114 |
| Mittwoch 18.11.2026 | 16.15-17.45 Uhr | Kollegienhaus, Hörsaal 114 |
| Mittwoch 25.11.2026 | 16.15-17.45 Uhr | Kollegienhaus, Hörsaal 114 |
| Mittwoch 02.12.2026 | 16.15-17.45 Uhr | Kollegienhaus, Hörsaal 114 |
| Mittwoch 09.12.2026 | 16.15-17.45 Uhr | Kollegienhaus, Hörsaal 114 |
| Mittwoch 16.12.2026 | 16.15-17.45 Uhr | Kollegienhaus, Hörsaal 114 |
| Module |
Modul: Grundstudium Schwerpunkt Klassische Archäologie (Bachelor Studienfach: Altertumswissenschaften) Modul: Grundstudium Schwerpunkt Klassische Archäologie (Bachelor Studiengang: Altertumswissenschaften) Modul: Materielle Kultur im Kontext (Master Studienfach: Klassische Archäologie) Modul: Materielle Kultur im Kontext (Master Studiengang: Archäologie und Naturwissenschaften) Modul: Themen der Klassischen Archäologie – Grundlagen (Bachelor Studienfach: Altertumswissenschaften) Modul: Themen der Klassischen Archäologie – Grundlagen (Bachelor Studiengang: Altertumswissenschaften) Modul: Themen der Klassischen Archäologie – Vertiefung (Bachelor Studienfach: Altertumswissenschaften) Modul: Themen der Klassischen Archäologie – Vertiefung (Bachelor Studiengang: Altertumswissenschaften) |
| Prüfung | Leistungsnachweis |
| Hinweise zur Prüfung | Schriftlicher Essay am Ende des Semesters, in Präsenz (1 Stunde, ca. 1-2 Seiten). Details werden in der ersten Vorlesungsstunde kommuniziert. |
| An-/Abmeldung zur Prüfung | Anmelden: Belegen; Abmelden: nicht erforderlich |
| Wiederholungsprüfung | eine Wiederholung, Wiederholung zählt |
| Skala | Pass / Fail |
| Belegen bei Nichtbestehen | nicht wiederholbar |
| Zuständige Fakultät | Philosophisch-Historische Fakultät, studadmin-philhist@unibas.ch |
| Anbietende Organisationseinheit | Fachbereich Klassische Archäologie |