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58776-01 - Seminar: European developmentalism. Entwicklungshilfe in Europa im 20. Jahrhundert (3 CP)

Semester fall semester 2020
Course frequency Once only
Lecturers Heinrich Hartmann (heinrich.hartmann@unibas.ch, Assessor)
Content Der Begriff der Entwicklung und der Entwicklungshilfe ist in den Ohren vieler Zeitgenoss*innen untrennbar mit dem aussereuropäischen Ausland verbunden; 'Overseas'-development, wie es im englischen Sprachraum häufig genannt wird, meint vor allen Dingen eine Politik für die sozioökonomische Entwicklung der Anderen. Wir denken schnell an die "Dritte Welt", die ihrerseits ganz weitgehend mit den ehemaligen beherrschten Gebieten des europäischen Kolonialialismus zusammenfällt.
Doch spielt sich diese Entwicklungshilfe wirklich so weit weg von der eigenen Haustür ab? Es gibt Grund zu zweifeln, wenn wir in die Nachkriegsgeschichte schauen: Denn schon der grosse Plan zum Wiederaufbau Europas, der sogennannte Marshallplan, entwuchs ebenfalls der Idee, durch gezielte Förderung die Entwicklung nationaler Ökonomien in bestimmte Bahnen zu lenken - nichts anders also als aktive Entwicklungshilfe. Und auch viele europäische Intellektuelle, Politiker*innen und Wirtschaftsakteure verfolgten entwicklungspolitische Ziele, wenn sie sich mit den rückständigen Regionen der eigenen Nation beschäftigten, etwa im Rahmen der sogenannten 'Inneren Kolonisation'. Das Reden und Intervenieren in die 'Entwicklung der Anderen' ist keineswegs eine Erfindung des Kalten Kriegs, und sie ist sicher nicht immer nach aussen gerichtet. Im Seminar werden wir an Hand einer grösseren Auswahl von historischen Fällen (auch aus der Schweiz) der Frage nachgehen, wie eng das Verständnis eines Entwicklungsauftrages und damit in engem Zusammenhang: des Konzeptes von Modernisierung verwoben ist mit einem europäischen Selbstverständnis, das bis heute den Subtext vieler europäischer Integrationsprojekte bildet.
Comments Auf Grund von Corona kann es zu Teilnehmerbeschränkungen sowie zu Mischformen zwischen Präsenz und digitaler Lehre kommen. In diesem Semester sind Fremdbelegungen (im freien Wahlbereich) für Studierende anderer Fächer nicht möglich, siehe Modulverknüpfung!

 

Admission requirements Sehr gute englische, wenn möglich auch französische Lesekenntnisse werden vorausgesetzt.
Für Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende der Geschichte mit abgeschlossener Grundstufe (Nachweis von drei Proseminaren und den drei obligatorischen Proseminararbeiten). Bei Überbelegung kann die Teilnehmerzahl beschränkt werden. In diesem Fall werden Studierende der Geschichte bevorzugt zugelassen.
Language of instruction German
Use of digital media No specific media used

 

Interval Weekday Time Room

No dates available. Please contact the lecturer.

Modules Modul Fachwissenschaft / Geschichte (Master's Studies: Educational Sciences)
Modul: Areas: aussereuropäisch (Master's degree program: European History (Start of studies before 01.08.2018))
Modul: Areas: Europa Global (Master's degree program: European History in Global Perspective)
Modul: Aufbau Neuere / Neueste Geschichte (Bachelor's degree subject: History)
Modul: Epochen der europäischen Geschichte: Neuere / Neueste Geschichte (Master's degree program: European History (Start of studies before 01.08.2018))
Modul: Epochen der europäischen Geschichte: Neuere / Neueste Geschichte (Master's degree program: European History in Global Perspective)
Modul: Neuere / Neueste Geschichte (Master's degree subject: History)
Modul: Profil: Moderne (Master's degree program: European History (Start of studies before 01.08.2018))
Vertiefungsmodul Global Europe: Staatlichkeit, Entwicklung und Globalisierung (Master's Studies: European Global Studies)
Assessment format continuous assessment
Assessment details Aktive Teilnahme.
Assessment registration/deregistration Reg.: course registration; dereg.: not required
Repeat examination no repeat examination
Scale Pass / Fail
Repeated registration no repetition
Responsible faculty Faculty of Humanities and Social Sciences, studadmin-philhist@unibas.ch
Offered by Departement Geschichte

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