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Semester | spring semester 2025 |
Course frequency | Once only |
Lecturers |
Matthias Till Bürgin (matthias.buergin@unibas.ch, Assessor)
Daniel Kipfer (daniel.kipfer@bstger.ch) |
Content | Fortpflanzungsmedizinische Techniken wie die In-vitro-Fertilisation (IVF) haben sich in den letzten Jahrzehnten rasant entwickelt und neue Handlungsmöglichkeiten eröffnet. Ursprünglich für Frauen vorgesehen, die aufgrund eines Eileiterverschlusses unfruchtbar waren, wird die IVF heute für ein breites Spektrum von Indikationen eingesetzt: Zum Beispiel, wenn die Ursache der Unfruchtbarkeit beim Mann liegt, oder bei erblich belasteten Paaren, um in Kombination mit einer Präimplantationsdiagnostik (PID) diejenigen Embryonen auszuwählen, die keine genetische Veranlagung für eine schwere Krankheit haben. Oder sie wird bei Paaren eingesetzt, die ein schwer erkranktes Kind haben: Aus einer zweiten Schwangerschaft soll ein sog. «Retterbaby» hervorgehen. Mittels einer Präimplantationsdiagnostik wird derjenige Embryo ausgewählt, welcher mit dem erkrankten Kind gewebeverträglich ist. In Zukunft könnte das Erbgut von in vitro erzeugten Embryonen mit Hilfe der Genschere CRISPR/Cas nicht nur untersucht, sondern auch therapeutisch verändert werden (Keimbahntherapie). Darüber hinaus wird daran geforscht, artifizielle menschliche Ei- und Samenzellen beispielsweise aus Hautzellen zu gewinnen. Wenn dies gelingt, könnten gleichgeschlechtliche Wunscheltern, Frauen nach der Menopause oder auch Alleinstehende genetisch verwandte Kinder zeugen. Mit der Erweiterung der Handlungsspielräume tauchen vielfältige Fragen ganz neuer Art auf. Gleichzeitig werden vom Gesetzgeber in rascher Folge Entscheide von grosser Tragweite verlangt. Mit jeder technologischen Entwicklung steht der Gesetzgeber wieder neu vor der Herausforderung, Chancen und Risiken sowie individuelle und kollektive Interessen gegeneinander abzuwägen, um den Zugang zu einer neuen Technik oder ein Verbot derselben auf justiziable Kriterien abzustützen. Im Rahmen dieser Interessenabwägung stellt sich eine Reihe konkreter Fragen, die einer vertieften Reflexion bedürfen: Welche Interessen sind konkret gegeneinander abzuwägen? Welches Gewicht ist den konkurrierenden Interessen beizumessen? Nach welchen Kriterien wird abgewogen? Welche Reichweite hat die reproduktive Autonomie? Was versteht man unter Kindeswohl? Wie sicher muss eine neue Fortpflanzungstechnik im Hinblick auf mögliche Gesundheitsschäden sein, um zugelassen zu werden? Welche Risiken sind gesellschaftlich akzeptabel? Diese und weitere Fragen werden aus naturwissenschaftlicher, rechtsethischer und rechtlicher Sicht diskutiert. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Spannungsverhältnis zwischen der reproduktiven Autonomie und dem Kindeswohl. Die Teilnehmenden setzen sich kritisch mit ausgewählten Texten auseinander und halten einen 20-minütigen Vortrag. Es besteht die Möglichkeit, eine Seminararbeit zu verfassen. |
Comments | 9:15-12:00, Juristische Fakultät S10 28.2 21.3 28.3 11.4 2.5 9.5 23.5 |
Admission requirements | Mündlicher Vortrag/Lektüre der Texte |
Language of instruction | German |
Use of digital media | No specific media used |
Interval | Weekday | Time | Room |
---|---|---|---|
14-täglich | Friday | 09.15-12.00 | Juristische Fakultät, Seminarraum S8 HG.39 |
Date | Time | Room |
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Friday 28.02.2025 | 09.15-12.00 | Juristische Fakultät, Seminarraum S8 HG.39 |
Friday 14.03.2025 | 09.15-12.00 | Fasnachstferien |
Friday 21.03.2025 | 09.15-12.00 | Juristische Fakultät, Seminarraum S2 HG.35 |
Friday 28.03.2025 | 09.15-12.00 | Juristische Fakultät, Seminarraum S8 HG.39 |
Friday 11.04.2025 | 09.15-12.00 | Juristische Fakultät, Seminarraum S8 HG.39 |
Friday 02.05.2025 | 09.15-12.00 | Juristische Fakultät, Seminarraum S8 HG.39 |
Friday 09.05.2025 | 09.15-12.00 | Juristische Fakultät, Seminarraum S8 HG.39 |
Friday 23.05.2025 | 09.15-12.00 | Juristische Fakultät, Seminarraum S8 HG.39 |
Modules |
Aufbaumodul (Teil D) (Transfakultäre Querschnittsprogramme im freien Kreditpunkte-Bereich) Basismodul (Teil B) (Transfakultäre Querschnittsprogramme im freien Kreditpunkte-Bereich) Doctorate Biomedical Ethics: Recommendations (PhD subject: Biomedical Ethics) Doctorate Nursing Science: Recommendations (PhD subject: Nursing Science) Doktorat Philosophie: Empfehlungen (PhD subject: Philosophy) Electives Master Law (bilingue): Recommendations (Master's Studies: Law (bilingue)) Electives Master Nursing: Recommendations (Master's Studies: Nursing) Interner Wahlbereich Theologie: Empfehlungen (Bachelor's Studies: Theology) Interner Wahlbereich Theologie: Empfehlungen (Master's Studies: Theology) Modul: Praktische Philosophie (Master's degree subject: Philosophy) Modul: Religion, Ökonomie und Recht (Master's degree subject: Science of Religion) Module: Religion, Society, State (Master's Studies: Interreligious Studies) Specialization module: Life Sciences Law (Master's Studies: Law) Wahlbereich Master Rechtswissenschaft (EUCOR): Empfehlungen (Master's Studies: Law (Eucor)) |
Assessment format | continuous assessment |
Assessment details | Mündlicher Vortrag/Lektüre der Texte |
Assessment registration/deregistration | Reg.: course registration; dereg.: teaching staff |
Repeat examination | no repeat examination |
Scale | Pass / Fail |
Repeated registration | no repetition |
Responsible faculty | Faculty of Medicine |
Offered by | Institut für Bio- und Medizinethik |